394 Österreichische Zeitschrift für Volkskunde
LXVI/ 115, 2012, Heft 3+ 4
1933. Rolf Mari stellte keramisches Spielzeug aus Hafnerbetrieben amRhein vor( u.a. Pfeiffiguren im Typus des so genannten Vogelreiterund der so genannten Bäckerflöten in Brot gebackene einfache ir-
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dene Pfeifchen). In Katharina Sieferts Vortrag ging es um die>> Suchenach dem Vorbesitzer. Keramik als Problemfall der Provenienzfor-schung?«<. Im Rahmen eines aus Drittmitteln finanzierten Restituie-rungsprojektes am Badischen Landesmuseum sucht Siefert konkretnach Hinweisen zu Keramiken. Die Wissenschafterin stellte drei» Hausmalerkrüge« süddeutscher Provenienz vor, deren Verbleib in ei-ner Hamburger Antiquitätenhandlung zwischen 1925 und 1976, demJahr des Ankaufs, nicht geklärt ist. Claudia Peschel- Wacha berichteteüber ein Keramikprojekt am Volkskundemuseum in Wien, das sichüber zwei Jahre erstreckte und von der Europäischen Union gefördertwurde. Im Verlauf entstand ein neues Keramikmuseum in Modra( SK)und das Volkskundemuseum gestaltete dort die erste Ausstellung mitso genannten Habaner Fayencen. In Wien war im Gegenzug eine Son-derausstellung über den Modraer Figuralisten Ignác Bizmayer sowieüber die Ergebnisse einer Feldforschung zum Thema» ZeitgenössischeTöpfer im Burgenland und in der Region Bratislava<< zu sehen.
Die ausgearbeiteten Referate werden in einem eigenen Tagungs-band veröffentlicht, das nächste Symposium für Keramikforschungwird im September 2013 am Römisch- Germanischen Zentralmuseumin Mayen an der Eifel stattfinden.
Claudia Peschel- Wacha
Innovative Zugänge, weitsichtige Interdisziplinarität und neue Ziele.10. Tagung der Kommission Tourismusforschung der dgv, Graz,20.- 22. September 2012
Unter dem programmatischen Titel» Mobilitäten. Für einen Paradig-menwechsel in der Tourismusforschung« fand im September 2012 die10. Tagung der Kommission Tourismusforschung der dgv in Graz statt.Die Tagung wurde von Johanna Rolshoven( Graz) und ihrem Team un-ter besonderer Mitwirkung von Daniella Seidl( München) und Adel-heid Schrutka- Rechtenstamm( Graz) ausgerichtet. Der Hauptvortrag