Chronik der Volkskunde
Tagung des Studienprojekts» Money Matters.
Umgang mit Geld als soziale und kulturelle Praxis« am Institutfür Geschichtswissenschaft und Europäische Ethnologie derLeopold- Franzens- Universität Innsbruck, 21.- 22. Juni 2012
Forschendes Lernen im Lichte der Öffentlichkeit
» Forschendes Lernen«< gilt inzwischen in zahlreichen Fächern inder universitären Lehre als Mittel der Wahl, an vielen Instituten derEuropäischen Ethnologie/ Kulturanthropologie/ Volkskunde ist dieseArt der Lehre breitenwirksam installiert. Die Präsentation der oft aufempirischer Basis erhobenen Ergebnisse erfolgt in einer Publikation, ineiner Ausstellung, einem Film oder einer CD- Rom. Vor diesem Hin-tergrund stellt sich die Frage: Kann diesem bewährten Modell nochetwas hinzugefügt werden? Die Tagung» Money Matters. Umgangmit Geld als soziale und kulturelle Praxis« am Institut für Geschichts-wissenschaften und Europäische Ethnologie in Innsbruck zeigte, dassdie Frage eindeutig mit» ja«< beantwortet werden kann. Diese Tagungstellte den Abschluss des dritten Semesters von insgesamt vier Semes-tern dar, in denen die Leiterin des Studienprojektes Silke Meyer dieStudierenden Schritt für Schritt zur Platzreife führt.
Die Studierenden präsentierten auf der Tagung die Ergebnisseihrer Einzelprojekte aus dem Bereich» Umgang mit Geld«< einem au-ßeruniversitären Publikum und stellten sie gleichzeitig einer Fachöf-fentlichkeit unmittelbar zur Diskussion. Für einschlägiges Feedbackwaren neben den Institutsangehörigen die Europäischen EthnologenAndreas Hartmann( Münster), Gisela Unterweger( Zürich) und PeterHörz( Göttingen) eingeladen worden, ergänzt wurde die Experten-runde von dem Germanisten Thomas Wegmann und dem Verglei-chenden Literaturwissenschaftler Martin Sexl( beide Innsbruck). Siebetteten nicht nur die Arbeiten der Studierenden durch eigene Fach-vorträge in einen größeren Forschungskontext ein, sondern gingengleichsam als Coaches auf die Beiträge der Studierenden ein. Dieseihnen zugedachte Rolle füllten die Eingeladenen engagiert und kons-truktiv aus. Mit diesem Vorgehen wurde in Innsbruck ein Manko auf-gefangen, mit dem das forschende Lernen nach wie vor behaftet ist.Obwohl Öffentlichkeitsarbeit, etwa das Verfassen von Presseartikeln
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