Literatur der Volkskunde
lichen Ansatzes«( S. 209). In diesem Sinne leistet Bianca Wildfeuerssehr lesenswerte Studie einen instruktiven Beitrag zu einer kulturwis-senschaftlichen Gefühlsforschung, es ist ihr eine breite Rezeption zuwünschen.
Timo Heimerdinger
Ingrid Tomkowiak( Hg.): Perspektiven der Kinder-
und Jugendmedienforschung
(= Beiträge zur Kinder- und Jugendmedienforschung, Bd. 1).Zürich: Chronos Verlag 2011, 256 Seiten, Ill.
Basierend auf dem Kolloquium» Perspektiven der Kinder- und Ju-gendmedienforschung«, das 2009 an der Universität Zürich stattfand,vereint Ingrid Tomkowiak, Leiterin der Abteilung Populäre Litera-turen und Medien am Institut für Populäre Kulturen der UniversitätZürich sowie Forschungsleiterin und Vorsitzende der Geschäftsleitungam Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien SIKJM,Assoziiertes Institut der Universität Zürich, im gleichnamigen Sam-melband die Beiträge der Vortragenden und ergänzt diese um eineneigenen Text und einen Aufsatz von Martin Wambsganß. Die zweizusätzlichen Artikel widmen sich den sogenannten>> Crossover- Phä-nomenen« in den Medien. Die Zusammenstellung der Abhandlungenzeigt eine Bandbreite an Forschungsansätzen im Bereich der Kinder-und Jugendmedien auf. Mir erschloss sich der Sinn hinter der Reihungim Band nicht, weshalb ich die Texte für die Besprechung nach Gattun-gen und Medien geordnet habe.
Tomkowiak betont schon im Vorwort die Wichtigkeit der interdis-ziplinären Herangehensweise an Fragen der Kinder- und Jugendmedi-enforschung und wird ihrer eigenen Forderung mit der Auswahl derAutorinnen und Autoren insofern gerecht, als sich Literatur-, Publi-zistik-, Kultur- sowie MedienwissenschaftlerInnen, aber auch ein Me-dienpsychologe unter den AutorInnen finden. Aus meiner Perspektivekommt jedoch die Verschränkung der unterschiedlichen Forschungsan-sätze insgesamt zu kurz, was vielleicht in den spezifischen Eigenheitender gegenwärtigen Forschungslandschaft begründet sein mag.
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