104 Österreichische Zeitschrift für Volkskunde
LXIX/ 118, 2015, Heft 1+ 2
Feld, die nicht selten eine» Doppelung« beinhaltet, zu beobachten undzu reflektieren. Diese Reflexion sowie noch konkretere Differenzierun-gen könnten in Zukunft zu thematischen Erweiterungen führen, die zumeinen die Kontexte der Praktiken betonen und damit womöglich andere( auch historische) Zugänge zu Arbeits- und Erwerbskulturen erzähl- unddarstellbar machen. Zum anderen könnten auch kulturwissenschaftlicheZugänge und Erkenntnisse, die von den Produkten und erzeugten Din-gen ausgehen, ein weiterer lohnender Ansatz sein.
Magdalena Puchberger
Interkulturelle Kompetenz in der Kritik. Tagung der Wiener Gesellschaftfür interkulturelle Philosophie, des Instituts für Philosophie derUniversität Wien sowie der Zeitschrift» polylog«, veranstaltet mit demInstitut für Wissenschaft und Kunst, Wien, 12. bis 13. Februar 2015
Als Verantwortliche für die Vorbereitung der Tagung sollen NausikaaSchirilla( Katholische Hochschule Freiburg/ Breisgau), Anke Graneẞ( Institut für Philosophie, Universität Wien) sowie Thomas Hübl vomInstitut für Wissenschaft und Kunst genannt werden. Die Tagung, abge-halten im Österreichischen Museum für Volkskunde, führte erstmalsdie Wiener Gesellschaft für interkulturelle Philosophie( WiGiP) mit derDeutschen Gesellschaft für interkulturelle Philosophie zusammen. Sierichtete sich auch an PraktikerInnen, weshalb etliche Vortragende sicherfolgreich bemühten, die theorie- und fremdwortgesättigte Fachsprachedes wissenschaftlichen Alltags zu verlassen. Teilweise scharfsinnige undgut vorbereitete Kommentare eröffneten die Möglichkeit zu( oft auch)kontroversen Diskussionen. Für den Nicht- Philosophen war merkbar,dass von der akademischen Philosophie öfters ein allzu eklektizistischerUmgang mit Theorien oder Konzepten in den Nachbardisziplinen kriti-siert wurde.
Nach der Einführung durch die Erziehungswissenschaftlerin Nau-sikaa Schirilla und Hans Schelkshorn( Universität Wien, Christliche Phi-losophie) eröffnete der Sozialpsychologe und-theoretiker Jürgen Straub( Ruhr- Universität Bochum) das erste Panel. In einem phasenweise