Literatur der Volkskunde
Ursula Hemetek, Ulrich Morgenstern( Hg.): Gerlinde Haid.Eine Biobibliographie(= Klanglese 8).
Wien: Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie 2013,154 Seiten, Abb.( nicht im Buchhandel, aber kostenloser downloadunter www.mdw.ac.at/ive/).
Am 29. November 2012 ist Gerlinde Haid, Volkskundlerin, Volksmu-sikforscherin, auch aktive Volksmusikantin, bis zu ihrer Emeritierungim Jahre 2011 Professorin am Institut für Volksmusikforschung undEthnomusikologie der Universität für Musik und darstellende Kunst inWien, nach kurzer schwerer Krankheit in Innsbruck verstorben. UrsulaHemetek, seit 2010 Vorständin des besagten Instituts, hat 2013 für ihreFreundin und Kollegin in dieser Zeitschrift einen einfühlsamen Nachrufverfasst. Im selben Jahr gab sie gemeinsam mit Ulrich Morgenstern dieobzitierte Biobibliographie heraus, die hier anzuzeigen ist.
Der erste Beitrag nach einem kurzen Vorwort der Herausgebenden,die Biographie der 1943 in Bad Aussee geborenen Gerlinde Haid, stammtvon Nicola Benz. Darin wird zuerst in Kürze und danach ausführlichihr Lebensweg nachgezeichnet: Schule in Bad Aussee und Altmünster,Studium( Lehramtsstudium Musikpädagogik und Germanistik, Dok-toratsstudium Volkskunde und Musikwissenschaft), Bedeutung ihrerakademischen Lehrer( Musik: Walter Deutsch, Franz Eibner, WalterGraf; Germanistik: Eberhard Kranzmayer; Volkskunde: Richard Wolf-ram, Leopold Schmidt, Károly Gaál, Helmut P. Fielhauer), beruflicherLebensweg( ab 1966 Assistentin am Institut für Volksmusikforschung ander damaligen Hochschule für Musik und darstellende Kunst, seit 1976Generalsekretärin des Österreichischen Volksliedwerkes, von 1989-1994Assistentin am Institut für Musikalische Volkskunde der Hochschule fürMusik und darstellende Kunst Mozarteum in Innsbruck und schließlich1994 Berufung nach Wien. Auf weitere außeruniversitäre Funktionenund die Fülle von Ehrungen sowie ihre umfangreichen und unterschiedli-chen Forschungsgebiete muss hier nicht eingegangen werden; sie werden
1 Ursula Hemetek:» Etwas das aufgeht und wieder zugeht«. Gerlinde Haid 1943-2012. In: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde, NS LXVII/ GS 116, Heft 1+ 22013, S. 334-340.
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