Jahrgang 
110 (2007) / N.S. 61
Seite
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Chronik der Volkskunde

ÖZV LXI/ 110

Jahresbericht Verein Ethnographisches MuseumSchloss Kittsee 2006

EINFÜHRUNG

Das Ausstellungsthema des Jahres 2006,, Wind. Mythos und Antriebskraft"begab sich auf die Suche nach den Spuren der Kultur in diesem scheinbarso natürlichen, wie auch flüchtigen und vergänglichen Medium, dem Wind.Die gegenwärtige wirtschaftliche Nutzung des Windes zur Energiegewin-nung und seine Bedeutung für Sport und Freizeit waren dabei nicht nurAnsatzpunkte der Forschung, sondern auch Motivation zur Wahl des für eineAusstellung ungewöhnlichen Themas. Die BEWAG mit Austrian WindPower als Generalsponsor und die Segelweltmeisterschaften im Mai 2006am Neusiedlersee als Partner, waren Anlass zur Auseinandersetzung mit derThematik und zur nicht ganz einfachen Darstellung des flüchtigen Gegen-stands. Die inhaltlich darauf abgestimmten Veranstaltungen durchzogen dasJahresprogramm vom Frühling bis zum Spätherbst.

Unter den Veranstaltungen des Jahres ist weiterhin der BurgenländischeAdvent hervorzuheben, der 2006 zum 25. Mal durchgeführt werden konnte.Der Spiritus rector des musikalischen Programms dieses Adventwochenen-des, Dr. Sepp Gmasz vom ORF Landesstudio Burgenland und Dr. FelixSchneeweis aus dem Team des Museums, der den Advent von Beginn anorganisatorisch begleitete, wurden aus diesem Anlass von Landeshaupt-mann Hans Niessl mit dem Ehrenzeichen des Landes Burgenland ausge-zeichnet.

Über die wirtschaftliche Lage des Ethnographischen Museums Kittsee istwenig Erfreuliches zu berichten. Die Subventionen bewegen sich seit Jahrenauf gleicher Höhe und werden damit von Jahr zu Jahr geringer. Das bedeutet,dass die Energien mehr und mehr von der Museums- und Ausstellungsarbeitwegfließen zugunsten der Suche nach Sponsoren und sonstiger wirtschaft-licher Aktivitäten wie etwa Vermietungen und Betreuung von Fremdver-anstaltungen. Die konsequente Folge aus der permanenten finanziellen Engewäre die zukünftige Auswahl von Ausstellungsthemen nach den Interessenpotentieller Sponsoren, was in dem einen oder anderen Fall- wie z.B. heuer( siehe oben) durchaus akzeptabel ist, jedoch nicht zur Dauerlösung taugt.Die unzulängliche Sicherheitsausstattung des Hauses ist auf Dauer ebenfallsnicht vertretbar. Hier werden demnächst die öffentlichen Stellen gefragtsein.