Jahrgang 
110 (2007) / N.S. 61
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Literatur der Volkskunde

ÖZV LXI/ 110

verstrickt, und der Blick auf Begriffe, Theorien und Definitionen erst imdritten Kapitel erfolgt. Leider vermisst die Rezensentin in diesem Band auchein gründliches Lektorat. Informationen zum Autor wären zudem wün-schenswert gewesen.

Ute Stutzig

TIMM, Elisabeth( Hg.): Herz 2007. Ein Wandkalender des Instituts fürEuropäische Ethnologie der Universität Wien.( Autor/ innen: Bettina Felix,Gertrude Friedrichkeit, Philipp Hatzoglos, Ana Ionescu, Mihalj Lendjel,Gerold Posch, Michael Riss, Elisabeth Schenk, Johanna Smejkal, AnnaStoffregen, Erika Swoboda, Marie Therese Thür; Graphik: Feli Holzer),Wien 2006, 15 Seiten, Format DIN A3, zahlr. Abb.

Zwölf Studierende der Europäischen Ethnologie kamen im März 2005 ineinem Studienprojekt unter der Leitung Elisabeth Timms zusammen undpräsentierten als Ergebnis drei Semester später einen Wandkalender, der sichmit jedem Monatsblatt einem anderen Aspekt des Themas ,, Herz" widmet.

Der Kalender regt zum Nachdenken über essentielle Problematiken derKulturwissenschaften im Allgemeinen und der Europäischen Ethnologie imBesonderen an, wie etwa Formate wissenschaftlicher Produktion, Populari-sierung, wissenschaftliche Teamarbeit, Lernen und Lehren, Kontextualisie-rung, sowie Sprache versus Bild.

Vorab einige Anmerkungen zu Inhalten, Aufbau und Gestaltung desKalenders: Elisabeth Timm leitet in einem Vorwort kurz ein und erklärt dasZustandekommen des Projekts, sowie die Idee des ,, forschenden Lernens"innerhalb eines Studienprojekts und stellt das Konzept des Kalenders, indessen Zentrum die Frage aller zwölf Studierenden nach der Symbolik desHerzens steht, dar. Darauf folgen die zwölf Monatsblätter, für die je ein/ eineStudentIn verantwortlich zeichnet und die sich aus gleich bleibenden Ele-menten( Kalenderfeld, Titel, AutorIn, Bilder, Interviewzitate/ Zitate, kurzerFließtext) zusammen setzen. Das Kalenderfeld befindet sich stets oben aufdem Blatt, direkt darunter wurden die Bilder platziert, danach die Zitate undder Kurztext und in der Rechten unteren Ecke der Name der Verfasserin undder Titel des Blattes. Ein einzelner Zitatausschnitt ist auf jedem Blatt fetthervorgehoben, ähnlich dem Titel, der in rot gehalten ist. Wenn man dieBlätter betrachtet, fällt der Blick zuerst auf die Bilder, als nächster wohl aufden rot/ fetten Titel und danach auf das hervorgehobene Zitat. Die Frage nachder Rezeption ist hier besonders spannend, denn die AutorInnen stellenkurze Texteinheiten zur Verfügung, die von Lesern nach Belieben ausge-