Jahrgang 
110 (2007) / N.S. 61
Seite
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Chronik der Volkskunde

ÖZV LXI/ 110

lauf optimierter ablaufen zu lassen, bedürfte es neuer Strategien und Mittler,die diesen Prozess und die einzelnen regionalen Akteure besser steuernbeziehungsweise zusammenführen.

Dieses ständige bewusste Agieren erfordert jedoch hohe Anstrengungen.Letztlich bestimmt die regionale Zugehörigkeit der Mensch selbst. Es isteine von Emotionen und Gefühlen gelenkte Entscheidung. Einig waren sichdie TeilnehmerInnen, dass sich gerade mittels Musik diese Emotionen undGefühle am besten hervorrufen lassen. Es sind oft einmalige Erlebnisse, diesich bleibend beim Menschen manifestieren und ihn auch so an eine Regionbinden.

Irene Riegler

,, Arbeit und Nicht- Arbeit. Entgrenzungen und Begrenzungenvon Lebensbereichen und Praxen"

Arbeitstagung der Kommission Arbeitskulturen der dgy inHamburg, 29. bis 31. März 2007

Von 29. bis 31. März fand in Hamburg unter dem Titel ,, Arbeit und Nicht-Arbeit. Entgrenzungen und Begrenzungen von Lebensbereichen und Pra-xen eine Arbeitstagung der Kommission Arbeitskulturen innerhalb derDeutschen Gesellschaft für Volkskunde( dgv) statt. Die Kommission wandtesich damit aktuellen Debatten wie jenen um Subjektivierung undFlexibilisierung von Arbeit zu, der thematische Bogen umfasste jedoch auchBeiträge über historische Beispiele ,, klassischer Erwerbsarbeit. Im Folgen-den wollen wir die in Panels organisierten Vorträge kurz inhaltlich umreißenund einige allgemeine Gedanken im Rückblick auf die sehr bereicherndeTagung anschließen.

Organisiert wurde die Tagung vom Hamburger Institut für Volkskundeund in Kooperation mit dem Hamburger Museum der Arbeit veranstaltet, indessen Räumlichkeiten die Tagung abgehalten wurde. Dementsprechendwaren es die DirektorInnen der beiden Institutionen, die die Veranstaltungeröffneten: Thomas Hengartner, Vorstand des Volkskundeinstituts derUniversität Hamburg und dgv- Vorsitzender, skizzierte über den Vergleichhistorischer Wörterbucheinträge zum Begriff ,, Arbeit, wie sich dieses Feldfür kulturwissenschaftliche Forschung entsprechend sich wandelnder sozio-kultureller und historischer Kontexte verändert. Elisabeth Kosok, Direktorindes Museums der Arbeit Hamburg, unterstrich in ihren Begrüßungswortendie bereichernde Verschränkung der Räume Museum und Universität. Es