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Chronik der Volkskunde
freiberuflich kulturwissenschaftlich arbeiten
ÖZV LVI/ 105
Workshop im Institut für Interdisziplinäre Forschungund Fortbildung in Wien am 18. und 19. Jänner 2002
Für viele junge AbsolventInnen der Geistes- und Kulturwissenschaften stelltsich über kurz oder lang heraus, dass das Überleben als, freie Wissenschaf-terIn eine Wissenschaft für sich ist. Im Bewusstsein dessen luden der Vereinfür Kulturwissenschaft und Kulturanalyse, der Österreichische Fachverbandfür Volkskunde und der Arbeitsbereich Historische Anthropologie am 18.und 19. Jänner 2002 zu einem Workshop in die Räumlichkeiten des Institutsfür Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung in Wien ein. Diese Veran-staltung bot einen Überblick über Fördermöglichkeiten im Bereich derGeistes- und Kulturwissenschaften, steuer- und versicherungstechnischeInformationen sowie die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches zwischen
den TeilnehmerInnen.
Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch den Vorsitzenden des Öster-reichischen Fachverbandes für Volkskunde, Olaf Bockhorn, in der dieser dieBedeutsamkeit solcher Veranstaltungen betonte, machte Monika Maruskavom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung( FWF) denAnfang. Sie stellte den Fonds umfassend vor, und erläuterte das Prozedereder Antragstellung und Begutachtung der eingereichten Projekte. In ihrerpraxisnahen Schilderung betonte sie besonders die formalen Kriterien derEinreichung, wie zum Beispiel die Anforderungen an Struktur und Form desschriftlichen Antrags. Die rege Diskussion des Beitrages war vor allem vonNachfragen danach bestimmt, welche Personengruppen Förderung beantra-gen können, inwieweit auch innovative Forschungsansätze und transnatio-nale Projekte unterstützt werden und wie es denn um die Förderung geistes-und kulturwissenschaftlicher Untersuchungen in der Konkurrenz mit sol-chen aus Bereichen der Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaft steht.Auch Fragen bezüglich der Fördermöglichkeiten von Druckkosten bzw.dem Einsatz von neuen Medien wurden angesprochen. Monika Maruskaverstand es, in sehr kompetenter Weise, in komprimierter, klarer Form dieThemen abzuhandeln.( Informationen und Richtlinien zum FWF sind aufder Homepage www.fwf.ac.at nachzulesen oder von Frau Maruska persön-lich zu erfragen.)
In Vertretung für Evelyn Zaininger- Reiterer informierte Hedwig Slavikdie TeilnehmerInnen über die Projektförderung und Subventionsmöglich-keiten des Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank. Der Schwer-punkt dieses Fonds liegt seit 1999 auf Medizin und Wirtschaftswissenschaf-ten. Ein Drittel der Gesamtfördersumme steht Projekten der Geistes- und