Jahrgang 
100 (1997) / N.S. 51
Seite
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1997, Heft 1

Chronik der Volkskunde

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An Hand dieser Unterlagen konnten wir nun daran gehen, die Krippewieder erstehen zu lassen. Allen war klar, daß dem eine gründliche Restau-rierung vorausgehen mußte. Gefordert war hier in erste Linie unsere Textil-restauratorin Monika Preinstorfer, die fast ein ganzes Jahr mit der Reinigungund Instandsetzung der Kleider beschäftigt war. Oberstes Prinzip war dieErhaltung der originalen Gewänder. Für die Textilarbeiten standen fallweisePraktikantinnen zur Verfügung. Die Restaurierung der geschnitzten bzw.bossierten Teile lag in den Händen von Restaurator Karl Vollstuber. Vorallem die Pferde waren reparaturbedürftig, ebenso die vielen Gebäude. Hiermußten viele Teile erst zusammengesucht, ergänzt und zusammengesetztwerden. Dieser Aufgabe unterzog sich Karl Streimelweger mit Akribie. Fürden stabilen Unterbau der Krippe, der die Ausmaße einer Tanzfläche ein-nahm( 5,5 x 4), sorgte unser Tischler Franz Schlosser. Im Anschluß darankonnte Oberrestaurator Prof. Martin Kupf mit dem Aufbau des Krippenber-ges beginnen. Mit Baugitter, leimgetränkten Textilien, Sägespänen und Sandzauberte er eine abwechslungsreiche Landschaft in den Raum. Er ergänzteauch die Kulissen. Die nötigen Malerarbeiten besorgte Josef Schwarz,Lichtregie führte Peter Falk, der auch Metallteile auf Glanz brachte. EineWoche vor dem 1. Adventsonntag konnte mit dem Aufstellen der Figurenbegonnen werden. Dabei half Mag. Nora Czapka mit, die außerdem für dienötige PR sorgte. Ehe die Krippe mit Glas verschlossen wurde, gab es amFreitag noch einen Fototermin, der nochmals alle Beteiligten vor demgelungenen Werk versammelte.

Die Eröffnung am 1. Dezember 1996 wurde vom Volksgesang- Vereinunter der Leitung von Prof. Otto Kaiser stimmungsvoll umrahmt. Wie manden Reaktionen der Besucher entnehmen konnte, hatte sich der viele Auf-wand auch wirklich gelohnt.

Franz Grieshofer

Neuaufstellung der Sammlung Edgar von Spieglim Linzer Schloßmuseum

Nachdem im Vorjahr mit der Neuordnung der Bestände des Schloßmu-seums begonnen worden war, konnten mittlerweile weitere Räume reno-viert und neu eingerichtet werden. Dazu zählt auch jener der SammlungSpiegl, nach der immer wieder von Besuchern gefragt worden war. Zum 65.Todestag seines Gründers Baron Edgar von Spiegl konnte die Neuaufstellungder Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Sie folgt dem imSchloßmuseum bereits bewährten Konzept der Leitfarben( grün für die Volks-kunde), einer bebilderten Übersichtstafel und ausführlichen Beschriftungen.