Jahrgang 
100 (1997) / N.S. 51
Seite
77
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1997, Heft 1

Chronik der Volkskunde

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Im Zuge der Neuaufstellung 1996 wurde durch Exponate aus den Samm-lungen Spiegl, Zöhrer, Pachinger und Pesendorfer der thematische Schwer-punkt ,, Volksfrömmigkeit gebildet( für Oberösterreich bedeutende Wall-fahrtsorte und Heilige, Amulette, Votive und Reliquien und Gegenstände derHausandacht); weitere Bereiche( z.B. Möbel, Textilien, Keramik, Haus-haltsgegenstände) werden im jeweiligen thematischen Kontext der Dauer-austellung präsentiert.

Andrea Euler

Erster ,, Österreichischer Museumskurs" in Spittal/ Drauvom 23. bis 27. September 1996

1. Erfahrungsbercht aus der Sicht der Organisatoren

Seit Anfang 1992 beschäftigte sich der ,, Arbeitskreis Museumswissenschaf-ten" des Österreichischen Fachverbandes für Volkskunde mit der Erarbei-tung eines praxisorientierten Kurses, der im Zuge des Studiums der Euro-päischen Ethnologie/ Volkskunde an den Universitäten Graz, Wien und Inns-bruck im Rahmen des Studienplanes integrierbar sein sollte.

Denn obwohl speziell Wien und Graz auch den Museumsbereich in denuniversitären Lehrangeboten entsprechend berücksichtigen, ist nach wie vorder Mangel an praxisorientierten Ausbildungsangeboten augenscheinlich.Im Museumsbereich selbst ist ebenfalls ein beträchtliches Defizit museo-logischer Weiterbildungsangebote, insbesondere für die meist ehrenamtlichtätigen Leiter, Betreuer und Mitarbeiter der Regional- und Lokalmuseenfestzustellen, auch wenn das Spittaler Museum für Volkskultur in Zusam-menarbeit mit der Förderungsstelle des Bundes für Erwachsenenbildung fürKärnten schon seit 1989 unter dem Titel ,, Museum Aktiv" bausteinartigaufbauende Fortbildungsangebote speziell für diese Gruppe der Museums-verantwortlichen anbietet.

Im Zuge der Sitzungen des Arbeitskreises wurde schließlich ein Lehr-planentwurf erarbeitet und beschlossen, der folgende Themenschwerpunkteinnerhalb eines einwöchigen Kurses umfassen sollte: