Jahrgang 
99 (1996) / N.S. 50
Seite
488
Einzelbild herunterladen
 

488

Chronik der Volkskunde

ÖZV L/ 99

Wissenschaftslandschaft verbessern. Bei der anschließend kontrovers ge-führten Diskussion über die Zukunft der IVB zeichneten sich grob dreiPositionen ab: 1. Buch- Version+ CD- ROM, 2. nur CD- ROM, 3. Internet,eventuell+ Buch bzw. CD- ROM. Der vermittelnde Vorschlag Ton Dekkers,eine Arbeitsgruppe zu schaffen, die sich intensiv mit der Perspektive Internetund den damit verbundenen Konsequenzen auseinandersetzen solle, wurdevon allen Teilnehmern dankbar aufgegriffen.

Anmerkung

Ingrid Tomkowiak

1 Dokumentationen der Tagungen in Neusiedl( 1991), Rheinfelden( 1992) undPetronell- Carnuntum bzw. Kittsee( 1994): Beitl, Klaus, Kausel, Eva( Hg.):Internationale und nationale volkskundliche Bibliographien. Spiegel der Wissen-schaft Volkskunde/ Europäische Ethnologie. Wien 1991(= Buchreihe der Öster-reichischen Zeitschrift für Volkskunde, N.S. Band 9); Alsheimer, Rainer( Hg.):Systematisieren und Thesauri. Sacherschließung für das Fach Volkskunde/ Euro-päische Ethnologie. Bremen 1993; Beitl, Klaus, Hummer, Hermann( Hg.): Interna-tionale Volkskundliche Bibliographie. Systematik und Datenbanken. Wien 1996(=Buchreihe der Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde, N.S. Band 13).

Tagung der American Folklore Society

vom 17.20. Oktober 1996 in Pittsburgh/ Pennsylvania

Anders als die meisten europäischen volkskundlichen Tagungen steht derjährliche Kongreß der American Folklore Society nicht unter einem Ge-neralthema. Dies hat Vor- und Nachteile: Während man sich bei Tagungenmit einem Generalthema des öfteren des Eindrucks nicht erwehren kann, daßentweder verschiedene Beiträge zwanghaft auf dieses Thema hingebogensind oder das Thema so weit gewählt wurde, daß ohnehin( fast) alles daruntersubsumierbar ist, gibt es bei der AFS- Tagung eine Fülle von thematischenSchwerpunkten und Einzelthemen, die mehr oder weniger lose nebeneinan-der stehen: gleichsam mehrere kleine Tagungen oder Workshops zur glei-chen Zeit und am gleichen Ort, jedoch ohne enge thematische Verbindung.Einzelne thematische Schienen sind stärker ausgeprägt, andere Themenwerden nur in einem einzigen Panel( aus meist drei bis vier Vorträgen)behandelt. Die Größe der Gesellschaft und die damit verbundene Teilneh-merzahl führen schließlich zu 11 parallelen Sessionen mit an die 400Vorträgen, was das allgemein bekannte Problem des Wechselns von einerSession zur anderen besonders akut werden läßt, auch wenn sämtlicheSessionen in einem einzigen Hotel untergebracht sind. Hinzu kommen diezahlreichen Meetings der AFS- Sections und Besprechungen in Form von