1996, Heft 4
Literatur der Volkskunde
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Der vorliegende Band besticht im zweiten Teil durch die Drucklegungaller auffindbaren historischen Werkskataloge mit den unzähligen Skizzender Keramik( künstl) erInnen, denen der Autor als Ergebnis einer intensivenSammeltätigkeit in den Jahren 1992 bis 1994 auch jeweils ein Farbbild desentsprechenden Originalobjektes gegenüberstellen konnte. Dadurch unddurch das fotographisch dokumentierte Marken- und Signaturenverzeichniswird das Buch nicht nur für Sammler volkstümlicher Keramik und Bearbei-ter volkskundlichen Keramikinventars zum wertvollen Nachschlagewerk.Auch die kunstgeschichtliche Disziplin wird anhand der Belege in dem überzweihundert Seiten umfassenden Werksbestand der Scheibbser Kunstkera-mik manche Zuschreibungen von Keramiken neu überarbeiten können.Claudia Peschel- Wacha
RIBOLITS, Erich, Die Arbeit hoch? Berufspädagogische Streitschriftwider die Totalverzweckung des Menschen im Post- Fordismus(= Bildung-Arbeit Gesellschaft, Band 18). München- Wien 1995, Profil Verlag, 327Seiten.
,, Für fast alle menschlichen Wesen seid ihr(= Feen, Anm. d. Verf.) unsicht-bar. Ihr kommt aus einer Gegend, die Cornwall heißt. Dort habt ihr glücklichgelebt, bis ein technikbesessener Elf namens Magris die Dampfmaschineerfand und in eurer Feengesellschaft eine industrielle Revolution auslöste.Tala, euer König, begann, die bis dahin glücklichen und zufriedenen Feenvon den Feldern und Gärten in Arbeitshäuser zu versetzen, und verwandelteüber Nacht sein Reich in eine unglückliche und unterdrückte Feengesell-schaft, mit Polizei, Reiseverbot und allem Drum und Dranschonlebten die Feen nicht mehr frei in den Wäldern, sondern waren unter derAufsicht von Baronen in Arbeitshäusern eingepfercht. Die Produktion hattesich gesteigert, und der Handel mit den Feen Frankreichs und anderer Länderblühte." 1
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Die hier anzuzeigende Publikation handelt natürlich nicht von Feen, sehrwohl aber von jenen Problemen, die der Feen Leben so negativ veränderthaben. In seinem Buch, einer von der Universität Wien angenommenenHabilitationsschrift im Bereich der Pädagogik, setzt sich Erich Ribolits mituns alle betreffenden Begriffen wie Arbeit( im Sinne von Lohnarbeit),Leistungsdruck, Freizeit und Freizeitverhalten, Werthaltungen und-ände-rungen,( Aus) Bildung, Muße u.v.a.m. auseinander- ausgehend von histori-schen Prämissen, die Gegenwart einbeziehend und in die Zukunft blickend.Dies gelingt ihm in einer Art und Weise, die zutiefst betroffen( zeigt er dochschonungslos unser aller Gefangenschaft im herrschenden System, das