Jahrgang 
104 (2001) / N.S. 55
Seite
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2001, Heft 3

Literatur der Volkskunde

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gen hat. Gesonderte Abhandlungen zu den Rändern der Philosophie"( Elisabeth List) und zu den ,, Standpunkten der Soziologie"( Gerhard Stroh-meier) ergänzen nicht nur die Thematik dieses Kapitels, sondern verweisenauch relativ häufig auf lebensgeschichtliche Entwürfe vor allem französi-scher Historiker der Annales- Schule hinsichtlich der kulturanthropologi-schen Profilierung ihres Faches: Philippe Ariès, Pierre Bourdieu, RoyerChartier, Pierre Vora, Michel Foucault, Georges Duby, Jacques Le Goff u.a.,aber ebenso Clifford Geertz, Wolfgang Kaschuba, das Tübinger Institut fürempirische Kulturwissenschaft, Alf Lüdtke, Hans Medik, Otto- GerhardOexle, und Hans Ulrich Wehler.

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Gesellschaft

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Nach einer Art allgemeiner Ergänzung( und einer theoretischen, biswei-len theoretisierenden Zusammenfassung) durch drei Beiträge im Kapitel,, MenschWissenschaft: Thematische Annäherungen( S. 171-241) von Karl Ille, Ingomar Weiler und Bernhard Rathmayr schließtGert Dressel, einer der Aktivsten des IFF, mit einem ,, Epilog" ab( S. 245-271).

Für ihn sind ,, Wissenschaft und Gesellschaft keine Gegensätze( S. 270)wie auch ,, historisch- anthropologisches Wissen immer als gesellschaftli-ches Wissen zu begreifen ist"( ebda.). Darüber hinaus sollen die vom IFFangestellten Interviews mit ZeitzeugInnen zu Forschungsthemen, zu wis-senschaftsgeschichtlichen Erörterungen u.ä. zeigen ,,, wie sich spezifischegesellschaftliche Strukturen und Ereignisse jeweils biographisch vermittelthaben und inwiefern sie darüber auch die historisch- anthropologische Wis-senschaftspraxis strukturieren( S. 268). Dies aber sei- und dem möchteder Rezensent ausdrücklich zustimmen- ,, eine Grundvoraussetzung dafür,dass sich die Struktur wie auch die Inhalte von Wissenschaften und nichtnur solche der eigenen- mehr demokratisieren( S. 271).Wo und in welcher Forschungs- und universitären Lehreinrichtungaußer dem IFF- wird ein solches Paradigma wohl noch so umgesetzt undpraktiziert?

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Wolfgang Jacobeit

BENEDIKTER, Roland( Hg.): Postmaterialismus. Bd. 3: Die Arbeit(=Passagen Ökonomie). Wien, Passagen Verlag, 2001, 141 Seiten.

,, Die Veränderung von Begriff und Selbstbewußtsein von Arbeit unter demSignum ihres Verschwindens im Zeitalter von Technisierung, Virtualisie-rung und Rationalisierung"- das ist, so der einführende Kurztext, Themadieses Bandes. Die zentrale( und einigermaßen idealistische) Perspektive