Jahrgang 
104 (2001) / N.S. 55
Seite
390
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ÖZV LV/ 104

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SCHMALE, Wolfgang( Hg.): Schreib- Guide Geschichte. Schritt fürSchritt wissenschaftliches Schreiben lernen. Aus dem Amerikanischen vonBirgit Flos. Wien, Böhlau, 1999, 250 Seiten.

Es handelt sich bei diesem Werk um die Adaption eines US- amerikanischenLehrbuchs von Henry J. Steffens und anderen. Der Herausgeber garantiertseinen Lesern, dass, wenn sie mit diesem Buch arbeiteten, kein leeres Blattmehr vor ihnen sicher sei. Mit vielen praktischen Tips und ausführlichenZitaten aus studentischen Arbeiten macht dieses Werk Mut zu wissenschaft-lich literarischer Aktivität und möchte vor allem StudentInnen historischerFächer beim Verfassen von Proseminararbeiten unterstützen. Das Führeneines wissenschaftlichen Journals wird ausführlich erläutert. SpezifischeProbleme unterschiedlicher Dokumentationstechniken, Textsorten undQuellengattungen werden dargestellt. Das Kapitel zur Literatursuche wurdevon Gregor Horstkemper erweitert, der auch ein gänzlich neues Kapitel überStudium und Computer verfasst hat( hier ist das Buch am innovativsten!).Die amerikanische Schreibdidaktik wird als vorbildlich gepriesen, in derdeutschsprachigen propädeutischen Literatur müsse man diese Lückeunter anderem mit dem vorliegenden Band erst schließen. Dabei fälltallerdings das fehlende Literaturverzeichnis auf, vorhandene schreibdidak-tische Arbeiten wurden nicht rezipiert. ,, Weiterführende Gedanken"( kom-mentierte Zitate) am Ende der Kapitel sollen motivierend wirken, sindbisweilen aber wenig aussagekräftig. Im übrigen ist das Werk aber denStudierenden durchaus zu empfehlen, es hat sich auch in der Lehre bestensbewährt.( BF)

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MELLINGER, Nan: Fleisch. Ursprung und Wandel einer Lust. Einekulturanthropologische Studie. Frankfurt am Main, New York, CampusVerlag, 2000, 199 Seiten, 21 Schwarzweißabbildungen, Tabellen.

Die Kulturwissenschaftlerin und Philosophin Nan Mellinger setzt sich indieser Studie mit der Fleischeslust im doppelten Wortsinn auseinander. Sieanalysiert die Bedeutungen des Fleisches und des Fleischessens und gehtdabei historisch bis in die Anfänge der Menschheit zurück. Im Mittelpunktstehen Fragen nach der Machtsymbolik von Fleisch. Das erste Kapitel derUntersuchung widmet sich dem Fleisch und der Evolution und beschäftigtsich mit dem Anteil der Fleischkost an der Menschwerdung. Im zweiten