Jahrgang 
108 (2005) / N.S. 59
Seite
53
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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde

Band LIX/ 108, Wien 2005, 53-80

Chronik der Volkskunde

16. Österreichischer Museumstag und13. Steirischer Museumstag,

9. bis 11. September 2004 in Graz

Der vom Österreichischen Museumsbund, ICOM- Österreich, dem Muse-umsforum Steiermark am Landesmuseum Joanneum und dem Verein MuSiSorganisierte gesamtösterreichische und gleichzeitig Steirische Museumstagwidmete sich 2004 dem- alle Museen und Sammlungen gleichermaßenbetreffenden und wohl auch belastenden- Thema ,, Die Suche nach demGeld- Museen und neue Herausforderungen. Der zur Einstimmung ge-zeigte und extra für den Museumstag produzierte 15- minütige Film mitStatements zum Tagungsthema ließ allerdings zumindest für das einladen-de Joanneum nicht den Eindruck entstehen, dass die Suche nach dem Geldein Problem sein könnte.

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In der einleitenden Podiumsdiskussion wurden einerseits bekannte Aus-sagen( kleinere Museen verfügen nicht über personelle und finanzielleRessourcen für professionelles Marketing, jedes Museum muss seinen eige-nen Weg finden, kleinere Museen sollten Sponsoren auf lokaler/ regionalerEbene suchen) getätigt, andererseits interessante Informationen( Schaffungeiner eigenen Abteilung für Kulturkommunikation im Bundesministeriumfür Bildung, Wissenschaft und Kultur, Förderschwerpunkt des Ministeriumsauf Erhalt von Kulturgütern und moderne Technologien) geliefert.

Brigitte Kössner, Geschäftsführerin der ,, Initiativen Wirtschaft fürKunst", Wien, berichtete über die Tätigkeiten dieser unabhängigen Vereini-gung von Unternehmen, die sich Creative Art Sponsoring als Ziel gesetzthat: Seit 1989 erfolgt jährlich die Vergabe des ,, Maecenas- Preises", derVerein betreibt Lobbying in Richtung Staat bezüglich steuerlicher Absetz-barkeit von Kultursponsoring, fördert internationale Kontakte, Studien undPublikationen, führt Symposien und Podiumsdiskussionen durch und unter-hält eine Kunst- Projektbörse unter www.iwk.at. Kössner sprach allgemeinüber Sponsoring, das auf Leistung und Gegenleistung beruht und einen( positiven) Imagetransfer für das jeweilige Unternehmen bedeutet. VonSeiten des Museums zu beachten sind u.a. Langfristigkeit, professionelleBetreuung und der Entwurf individueller Konzepte. Schließlich brachte dieReferentin konkrete Beispiele von Partnerschaften zwischen Kunst- bzw.Kulturinstitutionen und Wirtschaftsbetrieben wie z.B. zwischen Henkel