Jahrgang 
108 (2005) / N.S. 59
Seite
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Literatur der Volkskunde

ÖZV LIX/ 108

schon verlassen sein kann. Die meisten leben ja in in die Erde gegrabenenHäusern und in Höhlen.( S. 375) Die Rumänen werden folgendermaßenbeschrieben: ,, Sie sind schlau und haben einen klugen Kopf, sie sind Land-wirte, ihr Hauptgeschäft ist die Rinderzucht. Sie sind gefällig und haben einebäuerliche Freundlichkeit, was sie von den Ungarn und Raizen unterschei-det.( S. 376) Die Donauinseln, darunter die größten( die große und diekleine Schüttinsel, die Szentendre- Insel, die Csepel- Insel, die Mohácser- In-sel und die Kalocsaer- Sárközinsel) werden ebenfalls detailliert beschrieben.Im letzten Kapitel finden sich Astronomie und Gewässerkunde.

Das Donau- Werk von Marsigli, das die Einheit von Mittel- und Südost-europa fördert, ist insbesondere Lokalhistorikern, Volkskundlern, Archäo-logen und Denkmalpflegern zu empfehlen. Die nächsten Bände werdenbereits erwartet.

László Lukács

SCHRÖDER, Nina: Museen in Südtirol. Geschichte, Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtum, Kunst,Natur. Wien, Bozen, Folio Verlag, 2004, 180 Seiten, 158 Abb.

In einer aktuellen Publikation stellt Nina Schröder, seit 1997 als freieJournalistin in Bruneck tätig, insgesamt 85 Museen und Sammlungen inSüdtirol vor.

Eine Collage mit Abbildungen vom Touriseum Schloss Trautmansdorffund dem Südtiroler Archäologiemuseum, gestalten den Einband des imFolio Verlag veröffentlichten Museumsbegleiters. Somit spannen zwei Vor-zeigemuseen einen Bogen zwischen Ur- und Frühgeschichte zu gegenwär-tiger Tourismusforschung in Südtirol und lassen auf ein facettenreichesSpektrum aktueller Museumslandschaft in Südtirol hoffen.

Ein erstes Durchblättern des reich bebilderten Museumsführers bestätigtdiesen Eindruck. Der raschen Orientierung dient eine nummerierte spiel-brett- ähnliche Landkarte auf der Innenseite des Buchumschlages. Die ver-schiedenen Standorte Südtiroler Kulturstätten sind auf einen Blick ersicht-lich. Zudem werden vier verschiedene Kategorien, in Form von Symbolenangeboten, die den Informations- und Erlebniswert der musealen Samm-lungen kennzeichnen. Die Autorin geht dabei nicht auf inhaltliche Schwer-punkte ein. Die Museen werden entsprechend ihres Eventcharakters, dermateriellen Kostbarkeit der Exponate, ihrer Highlights und ihres Bildungs-wertes unterschieden. Die Einordnungen bleiben jedoch unklar, da mancheAusstellungsorte nicht kategorisiert sind.

Ein Vergleich mit dem ,, Südtiroler Museumsführer von Hans W. Stoer-mer, erschienen 1982 im Prestel- Verlag München, zeigt, wie sehr sich