1999, Heft 1
Literatur der Volkskunde
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In
Buchbesprechungen, Berichte über Ausstellungen, Gastronomischesjeder Nummer wird den Lesern zudem ein Museum und seine Sammlungenpräsentiert, im vorliegenden Heft das Ethnographische Museum in Ljublja-na. Beiträge zu diesem Chronikteil( auch in deutscher Sprache) werden vonder Redaktion mit grossem Interesse entgegengenommen.
Resumés der Artikel in deutscher und italienischer Sprache machen aucheinem nicht französischsprachigen Leserkreis wenigstens eine kurze Infor-mation zugänglich. Hier ist bedauerlicherweise auch ein Wermutstropfen zufinden: Die deutsche Übersetzung sollte verbessert werden!
Die nächste Nummer, die im Jänner 1999 erscheinen soll, wird demTransportwesen in den Alpen gewidmet sein( ,, Passer les Alpes"), und werganz ,, in" sein will, kann„, L'Alpe" auch via Internet konsultieren( http /// www.glenat.com).
Eva Julien- Kausel
MOESTUE, Anne, Reimund KVIDELAND( Red.): ,, Verden var hennestekst". Forskeren Lily Weiser- Aall. En minnebok 1898–1998(= Småskrifterfra Norsk Etnologisk Gransking 11/ Norsk Folkeminnelags Skrifter 144).Oslo, NEG, 1998, 143 Seiten, 9 S/ W- Abb., 8 Illustrationen und ein Verzeich-nis der Werke Lily Weiser- Aalls.[ ,, Die Welt war ihr Text". Die ForscherinLily Weiser- Aall. Ein Erinnerungsbuch 1898-1998.]
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,, Am 18. Dezember 1998 hätte die gelehrteste Frau Norwegens- so wurdesie von ihren Kollegen genannt ihren 100. Geburtstag gefeiert: LilyWeiser- Aall( gest. 1987) war mehr als zwanzig Jahre in der norwegischenethnologischen Forschung tätig. Das Sammeln volkskundlicher Traditionenauf der Grundlage von Fragebögen war ihr Arbeitsgebiet, und sie war stetsbereit, Kollegen aus dem In- und Ausland zu unterstützen- mit Hinweisenauf Quellen, aber auch auf neue Perspektiven."
So beginnen Anne Moestue, am Osloer Institut ,, Norwegische Ethnolo-gische Forschung"( NEG) tätig, und Reimund Kvideland, Volkskundler ander Universität Bergen, das Vorwort ihres Gedenkbuches', das eine Hom-mage an Lily Weiser- Aall und zugleich der Versuch ist, ihre Forschungen ineinen wissenschaftshistorischen Zusammenhang zu stellen. Darin liegt auchdie Eigenart des Bandes: Die insgesamt sieben Beiträge können als fachge-schichtliche Dokumente gelesen werden wie auch als Würdigungen durchAutorinnen und Autoren, die allesamt eine mehr oder weniger intensiveBekanntschaft mit Lily Weiser- Aall gepflegt haben. Weiser- Aalls TochterIngrid hat dem Band einleitende Worte vorausgeschickt, in denen sie im