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Literatur der Volkskunde
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die Quellen anlangt, haben Eike und Moestue auch auf Lily Weiser- Aallsprivates Archiv zurückgegriffen, was das Buch über seinen wissenschafts-historischen Wert hinaus zu einem eindrucksvollen biographischen Doku-ment macht: Es vermittelt das Bild einer kultivierten Dame kontinentaleu-ropäischer Herkunft, die dank ihrer wissenschaftlichen Fähigkeiten beiihren nordischen Kollegen einen tiefen Eindruck hinterlassen haben muß.Agnes Ingeborg Brudvik
Anmerkungen
1 Vgl. Kvideland, Reimund: Lily Weiser- Aall 85 Jahre. In: Österreichische Zeit-schrift für Volkskunde NS XXXVII/ GS 86( 1983), S. 256–261( mit einemVerzeichnis der wichtigsten Schriften).
2 Niem, Christina: Lily Weiser- Aall( 1898-1987). Ein Beitrag zur Wissenschafts-geschichte der Volkskunde. In: Zeitschrift für Volkskunde 94( 1998), H. 1,S. 25-52( mit Bibliographie).
3 Weiser- Aall, Lily: Volkskunde und Psychologie. Eine Einführung. Berlin/ Leip-zig 1937.
4 Weiser- Aall, Lily: Svangerskap og fødsel i nyere norsk tradisjon. En kildekritiskstudie. Oslo 1968( deutsche Zusammenfassung S. 257-284).
5 Leopold Schmidt hat in einer Rezension der von Weiser- Aall bearbeiteten erstendrei Nummern der Småskrifter u.a. auf diesen Band hingewiesen- s. Österrei-chische Zeitschrift für Volkskunde NS VIII/ GS 57( 1954), S. 91 f.
6 Vgl. dazu den knappen, auf deutsch erschienenen Bericht: Weiser- Aall, Lily: Arbeits-teilung zwischen Männern und Frauen. Bericht über einen Fragebogen des Instituts,, Norsk Etnologisk Gransking" Oslo 1965. In: Fielhauer, Helmut( Hg.): Volkskundeund Volkskultur. Festschrift für Richard Wolfram zum 65. Geburtstag(= Veröffent-lichungen des Instituts für Volkskunde der Universität Wien 2). Wien 1968, S. 428-431.
7 Schmidt( wie Anm. 5), S. 92.
Laographia 38( Athen 1995–1997[ 1998]), 435 Seiten, 10 Abb., Musik-noten, ISSN 1010-7266.
Band 38 des traditionsreichen Organs der Griechischen VolkskundlichenGesellschaft ist dem Gedenken an Georgios A. Megas( 1893-1976) gewid-met, dessen Todestag sich zum 20. Male jährt. Er war auch von 1952-1976Herausgeber der Zeitschrift und von 1960-1972 Vorsitzender der Gesell-schaft für Griechische Laographie. Diesem Gedenktag sind die ersten beidenBeiträge gewidmet: vom jetzigen langjährigen Präsidenten em. Prof. Dem.Lukatos ,, Wie habe ich Georgios Megas kennengelernt“( S. 7-9) und dem