202
Chronik der Volkskunde
ÖZV LIII/ 102
erwähnten Häuser existieren nicht mehr. Die jeweiligen Familien gibt esnicht mehr unter diesem Namen im Ort, und die Frage, ob unter anderemNamen, führte zu einigen unterschiedlichen Ergebnissen. Mitglieder einerweiteren Familie sind unbekannten Orts ausgewandert.
Unser Besuch in Mšanec konnte nicht mehr als einen Eindruck vermitteln.Auch hier bemühen sich Menschen unter widrigen Umständen darum, eineDorfgeschichte zumindest in den Grundzügen festzuhalten. Ihnen gebührtunser Respekt und unser Dank für die Bereitschaft, uns aufzunehmen unduns mit den verfügbaren Informationen zu helfen. Ein besonderer Dank gehtnoch einmal an Roman Čmelyk, den Leiter des Ethnographischen Museumsin Lemberg, der uns die gesamte Fahrt begleitet und geleitet hat; an JaroslavaTkačuk, die Leiterin des Museums für huzulische Volkskunst in Kolomyja,die mit großer Kompetenz und bewundernswertem persönlichem Engage-ment um ,, ihr" Museum und ihr großes Anliegen, die huzulische Volkskunst,kämpft, an die Dolmetscherin Christina Nazarkevič für ihre Geduld und ihrEngagement; an Wassil, unseren Chauffeur, der die widrigen Straßen- undPistenverhältnisse hervorragend gemeistert hat. Schließlich gilt unser Dankauch jenen Institutionen, die durch die finanzielle Unterstützung der Aus-stellung ihre Vorbereitung und damit auch diese Exkursion ermöglichthaben.
Ulrich Göttke- Krogmann
NET- European Network of Ethnographical andSocial History Museums
4. Generalversammlung vom 10. bis 12. Februar 1999 inWépion/ Belgien
NET wurde 1993 anläßlich einiger Arbeitstreffen in demselben Jahr mit demZiel gegründet, die Zusammenarbeit und den wissenschaftlichen wie perso-nellen Austausch zwischen ethnographischen und sozialhistorischen Muse-en in Europa zu aktivieren und zu fördern. In unregelmäßigen Abständenwird ein Bulletin veröffentlicht und an die Mitgliedermuseen verschickt, diedie Zeitschrift in den jeweiligen Ländern weitergeben. Jedes Jahr findet einTreffen der Korrespondenten, alle drei Jahre eine Generalversammlung statt.
1999 wurden die Mitglieder und Interessierten von der EU und demMinisterium der französischsprachigen Gemeinschaft in Belgien in dasEU- Konferenzzentrum ,, La Marlagne" in Wépion, ca. 80 km von Brüsselentfernt, geladen. Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Portugal,Spanien, Andorra, Frankreich, aus der Schweiz, England, Belgien, Estland,