1999, Heft 2
Chronik der Volkskunde
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Quellenverzeichnis
Breuss, Susanne: ,, Wertpapiere des Familienglücks“. Familienfotografien im 19.und 20. Jahrhundert. In: Vavra, Elisabeth( Hg.): Familie- Ideal und Realität. NÖLandesausstellung 1993(= Katalog des NÖ Landesmuseums, NF Nr. 316). Horn1993, S. 316-334.
Breuss, Susanne: Das Leben als Bilderchronik. Private Fotografie und Lebensge-schichte. In: Wendner- Prohonig, Silvia- Erhard Chvojka( Hg.): Spuren Suchen.Lebensgeschichte und Lebenslauf. Wien 1995, S. 39–52.
Kunt, Ernő: Etno- grafie- Foto- grafie. In: Kunt, Ernö( Hg.): Bild- Kunde- Volks-Kunde. Die III. Internationale Tagung des volkskundlichen Bildforschungskomiteesder SIEF/ UNESCO in Miskolc( Ungarn) vom 5.- 10. April 1988. Miskolc 1989,S. 121-143.
Mahl und Repräsentation. Der Kult ums EssenBericht über ein Internationales Symposion in Salzburgvom 29. April bis 1. Mai 1999
Räusche und Gelage oder Wasser, Salz und Brot? Ekstatischer Genuß oderekstatische Askese? Historisches Schaugastmahl oder neue Ästhetik desWürstelstandes? Steinadler in Ribiselsoße oder Getreidebrei? Nicht zweijeweils scheinbar gegensätzliche, sondern viele und überaus differenzierteNuancen von Essen und Mahl, Hunger und Überfluß, Repräsentation undKommunikation hatte man sich beim Symposion ,, Mahl und Repräsentation.Der Kult ums Essen", das, ausgerichtet vom Institut für Geschichte der Univer-sität Salzburg, vom 29. April bis 1. Mai 1999 in Salzburg stattfand, vorgenom-men zu thematisieren. Gleich vorneweg gesagt: Es war ein überaus kultiviertesSymposion( im antiken Sprachgebrauch: Trinkgelage mit philosophischen Ge-sprächen), organisiert und getragen von Leuten, die die kulturellen Codes desGenusses wie auch des Verzichts nicht nur beherrschen, sondern sich auch dieFreiheit nehmen, sie zu brechen, weil sie das intellektuelle Potential dafür durchKenntnis der Regeln gleichsam internalisiert haben.
Der Spiritus rector des Unternehmens, Lothar Kolmer, Ordinarius fürMittelalterliche Geschichte an der Universität Salzburg, skizzierte eingangsdie Koordinaten, Ausgangspunkte und Zielrichtungen der Veranstaltung,wobei ihm der Gegenwartsbezug, den jede historische Forschung im Blickhaben sollte, wesentlich erscheint und eine gewünschte Öffnung der Ge-schichtswissenschaften nach außen, wenn möglich durch Einbindung derWirtschaft. Dies ist, wir wissen es aus den Erfahrungen des eigenen FachesVolkskunde, ein schwieriges Unterfangen, denn die Anwendbarkeit von