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ÖZV LIII/ 102
Monographien erschienen. Die jüngste ist den bäuerlichen Fahrzeugen inNordtransdanubien gewidmet, dem Gebiet zwischen der österreichischenGrenze und dem Donauknie östlich von Esztergom. Unter Berücksichtigungder geographischen und ökonomischen Gegebenheiten untersucht der Ver-fasser Schleifen und Schlitten, zwei- und vierrädrige Wagen zur Beförde-rung von Lasten und Personen, Herstellung und Hersteller sowie die An-spannung von Pferden und Rindern. Das besondere Augenmerk des Autorsgilt zum einen den typologischen Unterschieden, zum anderen der Entwick-lung in den letzten hundert Jahren, wobei neben der einschlägigen ergologi-schen und linguistischen Literatur Museumsbestände sowie eigene Befra-gungen und Aufnahmen die Grundlagen der Arbeit bilden. Eine umfangreicheund auch ausländische Veröffentlichungen berücksichtigende Bibliographiesowie ein u. a. archivalische Angaben enthaltender Anhang runden die Unter-suchung ab, die wegen ihres reichhaltigen Phototeils und der deutschen Zusam-menfassung Museologen und am Transportwesen Interessierte auch ohne un-garische Sprachkenntnisse mit Gewinn zur Hand nehmen werden.
Olaf Bockhorn
REPP, Barbro u.a.( Red.): Das Museumsdepot. Grundlagen- Erfahrun-gen- Beispiele(= MuseumsBausteine, Band 4). München, Weltkunst Verlag,1998, 286 Seiten, zahlr. schw.w. und farbige Abb. und Skizzen. ISBN3-921669-27-8.
Der unsichtbaren Seite der Museen widmet die Landesstelle für dienichtstaatlichen Museen beim bayerischen Landesamt für Denkmalpflegeeinen umfangreichen Sammelband, der in keiner Museumsbibliothek fehlensollte. In einem systematischen Teil werden die wichtigen Themen derverantwortungsvollen Bewahrung von Museumsgütern ausführlich undkompetent behandelt. Ausgehend von der äußersten Hülle, dem Depotge-bäude, arbeitet man sich über die Depoträume, die Depotausstattung in dasInnere vor bis zu den existentiellen Fragen des Raumklimas, der Schädlings-bekämpfung, der sachgerechten Lagerung aller Arten von Sammlungsobjek-ten. Im zweiten Teil des Buches werden anhand von zahlreichen bayerischenMuseumsdepots aber auch von überregionalen Beispielen, u.a. dem Studien-sammlungsgebäude des Vorarlberger Landesmuseums Bregenz und der Stu-diensammlung des MAK in Wien, zahlreiche Detailfragen der Bewahrungund Konservierung von Kulturgütern angesprochen. Durch eine großzügigeBebilderung, in der historische wie auch brandneue Depotsituationen ge-zeigt werden, und eine kommentierte Auswahlbibliographie gewinnt die