Jahrgang 
102 (1999) / N.S. 53
Seite
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Chronik der Volkskunde

ÖZV LIII/ 102

pest; Ph. Dr. CSc. Magdalena Paríková, Dozentin am Institut für Volkskundeder Universität Bratislava und Präsidentin der Slowakischen Gesellschaftfür Volkskunde; Univ. Prof. Ph. Dr. Dr. Sc. Richard Jeřábek, Vorstand desInstituts für Volkskunde der Universität Brno, Prof. Damodar Frlan, Direktordes Ethnographischen Museums Zagreb; Univ. Prof. Dr. Edward Pietraszek,emer. Leiter des Lehrstuhls für Ethnologie der Universität Breslau( Wrozław) und ehemaliger Direktor des Ethnographischen Museums inKrakau. Im Anschluß überreichten die Herausgeber Franz Grieshofer undMargot Schindler dem Jubilar eine siebenhundertseitige Festschrift unterdem Titel ,, Netzwerk Volkskunde. Ideen und Wege", zu der 45 Kolleginnenund Kollegen aus ganz Europa beigetragen hatten. Klaus Beitl schloß miteiner Dankrede, in der er ,, das rechte Übermaß" von Fest und Festschriftzurückwies, jedoch seiner Freude und Dankbarkeit für die ihm erwiesenenAnerkennungen Ausdruck verlieh. Die vom Damenensemble der Universitätfür Musik und darstellende Kunst mit Altwiener Tanzmusik umrahmte Feierklang in einem fröhlichen Fest mit Empfang und herzlichen Gesprächen aus.Franz Grieshofer, Margot Schindler

Where Does the Mediterranean Begin?Mediterranean Anthropology from Local PerspectivesZagreb und Krk, 8. bis 11. Oktober 1998

Wo der Mittelmeerraum und seine Kultur beginne( oder wie weit diesereiche), war die kluge und auch provokante Frage, mit der ein Symposiumüberschrieben war, das im Oktober 1998 in Zagreb stattgefunden hat. Anlaßwar das Jubiläum des einladenden Kroatischen Instituts für Ethnologie undFolklore, das sein fünfzigjähriges Bestehen feierte.' Das international ange-legte Symposium versammelte Ethnologen, Anthropologen und Folklori-sten, die sich mit der für die Selbstdeutung Kroatiens immer wichtigerwerdenden Metaphorik des Mediterranen beschäftigten. Eine abschließendeExkursion führte- wie zum Beweis- auf die adriatische Insel Krk, wo denTeilnehmern- so wollte es der hilfreiche Zufall- anläßlich eines Hochzeits-festes in der Stadt Krk der Unterschied zwischen der antiurbanen Wildheitdörflicher Musik des Hinterlandes und der Kultiviertheit der Stadt sinnfälliggemacht werden konnte.

Von Metternich ist der Ausspruch überliefert, der Balkan beginne amWiener Rennweg. Davor verwahrt man sich: ,, Der Balkan beginnt nicht inWien", lautete am 21. April 1999 die dicke Schlagzeile im Wiener ,, Kurier.