Aufsatz in einer Zeitschrift 
Zehn Jahre danach : Berichte und Analysen zur Entwicklung der Volkskunde/Europäischen Ethnologie in Tschechien, Slowakei, Ungarn und Kroatien seit 1989/1990
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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde

Band LIII/ 102, Wien 1999, 499-525

Mitteilungen

Zehn Jahre danach

Berichte und Analysen zur Entwicklung der Volkskunde/Europäischen Ethnologie in Tschechien, Slowakei, Ungarn undKroatien seit 1989/1990

Klaus Beitl

,, Skalierte Erinnerung" hat Konrad Köstlin seine Überlegungen ,, Ten yearsafter" zur Einleitung der Tagung ,, die wende als wende? orientierungeneuropäischer ethnologien nach 1989" untertitelt, die im Spätherbst diesesJahres namhafte Fachvertreter der Volkskunde/ Europäische Ethnologie inWien zusammengeführt hat.' Das Dezennium nach der ,, Wende" wurde alsein angemessener Zeitraum angesehen, um aus der Sicht östlicher undwestlicher Ethnologien. ,, zu einer ersten und vorläufig bilanzierenden Fra-gerunde überOrientierungsdebatten in den Ethnowissenschaften aufzu-

rufen.

Der Gedanke zu einer solchen Selbstbesinnung im Fach Volkskunde/ Eu-ropäische Ethnologie an einer bedeutungsvollen ,, Etappe des Erinnerns",wie eine solche die Dekade nach der Europäischen Wende im Spätherbst undWinter 1989/1990 markiert, hat unsererseits die Redaktion der Österreichi-schen Zeitschrift für Volkskunde zu Jahresbeginn dazu veranlaßt, die in denbenachbarten Ländern Mittel- und Osteuropas an Akademien, Instituten,Museen oder Archiven tätigen Fachkollegen zu Berichten und Bewertungendes Fachgeschehens und der Forschungsentwicklung ihres Wirkungs- undWahrnehmungsbereiches für den Zeitraum von 1989/1990 bis heute einzu-

laden.

Von Österreich und namentlich von den Standorten Wien und- nochnäher der Grenze von Kittsee im Burgenland aus sind vor zehn Jahrenengagierte und lebhafte Bemühungen ausgegangen, in bewußter Anknüp-fung an historische personelle und institutionelle Verbindungen innerhalbdes Faches einen neuen freien Zugang zueinander zu suchen. ZahlloseKontakte haben inzwischen zu regem gedanklichen Austausch, zur Vermitt-lung von praktischen Erfahrungen und zur Umsetzung von Kooperations-vorhaben geführt. Persönliche Freundschaften sind entstanden. Allein dasDurchblättern der letzten zehn Jahrgänge unserer Zeitschrift zeigt, in wel-