Aufsatz in einer Zeitschrift 
Ein Jahrzehnt der ungarischen Ethnographie
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Mitteilungen

ÖZV LIII/ 102

26 Drei Beispiele von fremden Forschern: Lampland, Martha: The Object of Labor.Commodification in Socialist Hungary. University of Chicago Press, Chicago,1995. Sinclair Stewart, Michael: Daltestvérek. Az oláhcigány Glossar ::: zum Glossareintrag  oláhcigány identitás ésközösség továbbélése a szocialista Magyarországon( Brothers in song. Thepersistence of[ Vlach] Gypsy Glossar ::: zum Glossareintrag  Gypsy identity and community in socialist Hungary).T- Twins Kiadó, Budapest, 1993.- Hann, C. M.: The Skeleton at the Feast.Contributions to East European Anthropology. Centre for Social Anthropologyand Computing, University of Kent at Canterbury, 1995( mit Kapiteln überUngarn nach der Wende).

27 Der Gedanke des Generationswechsels kommt auch durch die Tagungen der,, Jungen Volkskundler" zum Ausdruck, deren Vorträge im Anschluß publiziertwerden, vgl. Hagyomány és modernizáció a kultúrában és a néprajzban.[...]Fiatal Néprajzkutatók IV. Konferenciájának előadásai( Tradition und Modernitätin der Kultur und in der Volkskunde. Vorträge der IV. Konferenz der JungenVolkskundler).[ Néprajzi Múzeum] Budapest, 1998.

Die kroatische Ethnologie und die Herausforderungen derneunziger Jahre

Dunja Rihtman- Auguštin

Der Untergang des jugoslawischen Sozialismus als Ideologie und Staatssy-stem wirkte sich bereits vor dem Ausbruch kriegerischer Auseinandersetzun-gen in Kroatien in vielfacher Hinsicht auf die Ethnologie aus. Zudem wurdenunter Ethnologen im ehemaligen Jugoslawien alle offiziellen und, voneinigen wenigen Ausnahmen abgesehen, auch alle persönlichen Kontakteabgebrochen. Intensiviert wurde indessen die Autoreflexion, die, aus inter-nationalen ethnologischen und anthropologischen Überlegungen theoreti-scher Art importiert, auch einheimische Forscher keineswegs zu umgehenvermochten.

Die Autoreflexion förderte die Gelegenheit zutage, eine ziemlich heikleFrage zu stellen, bei der es nicht etwa darum geht, was bisher erforschtworden war, sondern eher darum, was als Gegenstand der Forschung nochgar nicht wahrgenommen wurde. Eine solche Überprüfung wies vor allemauf das sich immer stärker bemerkbar machende Zurückbleiben in derErforschung ethnischer Prozesse und ethnischer Identität hin. In einembeträchtlichen Teil der ethnologischen Produktion dominierten im ehemali-gen Jugoslawien immer noch primordiale, statische Konzeptionen desEthnos. Erst Mitte der achtziger Jahre zeichnete sich im Rahmen der Zusam-menarbeit kroatischer und slowenischer Ethnologen ein locker formalisier-