Jahrgang 
102 (1999) / N.S. 53
Seite
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1999, Heft 4

Literatur der Volkskunde

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Narodna Umjetnost. Croatian Journal of Ethnology and Folklore Research.Zagreb 35/1( 1998), 337 Seiten, 35/2( 1998), 309 Seiten, ISSN 0547-2504.

Das Zagreber Institut für Ethnologie und Volkskunde ist 1998 fünfzig Jahrealt geworden und hat zu diesem Anlaß auch eine kleine Broschüre heraus-gegeben, die die Geschichte des Instituts kurz aufrollt und die heutigenAktivitäten vorstellt. Auch mehrere Beiträge der beiden Jahresbände, dererste nun wie immer in Englisch, der zweite auf Kroatisch, sind diesembedeutenden Jubiläum gewidmet. Darauf geht gleich der erste Artikel desenglischen ersten Bandes ein: Zorica Vitez ,,, On the Fiftieth Anniversary ofthe Institute of Ethnology and Folklore Research( S. 7–22). Das Institut warursprünglich als ,, Institut za narodnu umjetnost 1948 gegründet worden( für Volkskunst) und hatte von Anfang an eine stark ethnomusikologischeund folkloristische Ausrichtung. Das Periodikum erschien zum erstenmal1962. Seine Entwicklung prägte von 1963-1972 Maja Bošković- Stulli wieauch ihre Nachfolgerin, Dunja Rihtman- Auguštin. 1977 wurde der Instituts-name in ,, Zavod za istraživanje folklora"( Institute for Folklore Research)geändert und das Institut jenem für Philologie angegliedert. Erst 1990 hattees die gesamte Volkskunde zu betreuen als ,, Institut za ethnologiju i folklo-ristiku und wurde institutionell unabhängig, finanziert vom Ministeriumfür Wissenschaft und Technologie. Jerko Bezić gibt eine Übersicht über,, Ethnomusicology and Ethnochoreology at the Institute from the LateForties to the Eighties( S. 23–52, mit umfassender Bibliographie), NailaCeribašić bringt die Folge: ,, Ethnomusicology and Ethnochoreology at theInstitute during the Nineties( S. 53-72). Alle Artikel verfügen über einekurze Zusammenfassung am Anfang, eine Bibliographie und kroatischeZusammenfassung am Ende. Einen anderen Zweig intensiver Erforschung,die Philologie und Volksschauspielforschung, stellen Ljiljana Marks undIvan Lozica vor: ,, Finitis decem lustris. Fifty Years of Folklore ResearchPhilological, Ethnotheatrological and the Like at the Institute( S. 93-110), auf welchem Sektor vor allem Maja Bošković- Stulli gearbeitet hat,später Divna Zečević, Ivan Lozica, Tanja Perić- Polonijo, Lada Čale- Feld-man, Ljiljana Marks u.a., wie aus der umfangreichen Bibliographie hervor-geht( S. 101-110). Den ethnologischen und theoretischen Aspekt der For-schung nehmen sich Dunja Rihtman- Auguštin und Aleksandra Muraj vor:,, The First Fifty Years of Ethnological Thought at the Institute( S. 111-135), ausgehend von der traditionellen Brauchforschung bis zu kulturanthro-pologischen Ansätzen; im besonderen hat der jugoslawische Bürgerkrieg dieeinschlägige Forschung beschäftigt.

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Auf diese Artikel, die die impressive Forschungsbilanz des Instituts zuziehen versuchen, folgen spezialisiertere Studien: Maja Bošković- Stulli,