Jahrgang 
101 (1998) / N.S. 52
Seite
7
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Österreichische Zeitschrift für Volkskunde

Band LII/ 101, Wien 1998, 7-8

Vorbemerkung zu Heft 4/1997 und Heft 1/1998

Das Heft 4/1997 der Österreichischen Zeitschrift für Volkskundevereinte die Vorträge der österreichischen Teilnehmer Klaus Beitl,Margot Schindler, Franz Grieshofer, Barbara Tobler und FelixSchneeweis am Symposion ,, Ethnographie ohne Grenzen. Die Anfän-ge der volkskundlichen Sammlung und Forschung in den Karpaten-ländern in ihrem zeitgenössischen Kontext und ihre Bedeutung fürheute, das vom 12. bis 13. November 1996 in L'viv/ Lemberg/ Ukrai-ne stattfand. In Heft 1/1998 folgen nun fünf weitere Referate die beidiesem Treffen von Gabriela Kiliánová, Milan Leščák, MagdalénaParíková, Tamás Mohay und Edward Pietraszek gehalten wurden.

Während die österreichischen Beiträge ein Bild der persönlichenund institutionellen Beziehungen der österreichischen Volkskundezur regionalen Ethnographie im damaligen Kronland Galizien zuEnde des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zeichnen, stellen dieKollegen aus der Slowakei, aus Ungarn und Polen die jeweiligeFachentwicklung in ihrem Land zur entsprechenden Zeit in das Zen-trum ihrer Überlegungen.

Die vom Verein und Museum für Volkskunde in Wien gemeinsammit dem Museum für Ethnographie und Kunstgewerbe des Institutsfür Volkskunde der Nationalen Akademie der Wissenschaften derUkraine und der Außenstelle Lemberg des Österreichischen Ost- undSüdosteuropainstitutes im November 1996 veranstaltete Tagung be-deutete den Versuch, unter den neuen, einen offeneren Austauschermöglichenden, politisch- gesellschaftlichen Bedingungen in Ost-mitteleuropa ehemalige wissenschaftliche Verbindungen wieder auf-leben zu lassen( vgl. Tagungsbericht in: Österreichische Zeitschriftfür Volkskunde, Band LI/ 100, Wien 1997, S. 67–71).

Die Publikation der weiteren, in ukrainischer Sprache gehaltenenVorträge wurde durch die Veranstalter in Lemberg in Aussicht gestellt.Sie wäre überaus wünschenswert, da in diesen Beiträgen auf die vielfa-chen historischen Wissenschaftskontakte zwischen Lemberg und Wienauch über die Ethnographie hinaus( Natur- und Sprachwissenschaften,Presse, Literatur) hingewiesen wurde.