Jahrgang 
101 (1998) / N.S. 52
Seite
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Chronik der Volkskunde

ÖZV LII/ 101

den schönen Bauernstuben moderne Bilder ausgestellt sind.- Die Ausstel-lung ist nur etwas für aufmerksame Besucher. Man muß manchmal richtignach den versteckten Kunstwerken suchen, was auch sehr interessant seinkann. Wir sind entsetzt über die abartige Idee des Ministers Fischler, dieangebliche Kunst mit der tatsächlichen Kunst, die unsere Ahnen vollbrach-ten, zu vermischen. Die empörten Schüler und Lehrer.- War noch einmalda super, super; auch für Schüler und Schülerinnen.- Die moderne Kunstwar äußerst störend und hat unsere Kinder vom eigentlichen Besuch desTiroler Volkskunstmuseums völlig abgelenkt.( Die Einstellung der Lehrerzur Ausstellung drückt sich oft in den Reaktionen der Schüler aus.)- Diesesschöne Heimatmuseum ist verschmutzt mit dem modernen Kitsch. DieserDreck ist keine Kunst und gehört hier nicht rein.- Hut ab vor denjenigen,die die Ausstellung ,, der Vogel Selbsterkentnis" organisiert haben. Wenn ichdie Kommentare in diesem Buch lese, ist sie bitter nötig, wenn ich leiderauch befürchte, daß sie vergebens ist.- Als Besucher geht man nicht in einVolkskundemuseum, um moderne Kunst zu sehen. Dafür gibt es zeitgenös-sische Museen.- Die Arbeit von Dimitrijevic halte ich für die beste, wenn-gleich die Arbeit von Nikolaus Lang, so mein Eindruck nach Lesen derKommentare, die Geisteshaltung einiger Besucher am besten charakteri-siert. Ein überaus gelungener Impuls zeitgenössischer Kunst in der Aus-einandersetzung mit den Schätzen des Volkskunstmuseums. Der VogelSelbsterkenntnis- er sollte uns öfter bei der Nase zwicken.

Herlinde Menardi

Tagung der Internationalen Gesellschaft fürrechtliche Volkskunde

Schaffhausen, 15. bis 17. Mai 1998

In Schaffhausen fand zwischen dem 15. und 17. Mai 1998 die 12. Tagungder Internationalen Gesellschaft für rechtliche Volkskunde statt, diesmal miteiner regen Beteiligung aus dem In- und Ausland, wofür nicht zuletzt einanspruchsvolles Programm und die malerische Altstadt von SchaffhausenGewähr boten. Bereits eine große Zahl von Teilnehmern hatte sich amFreitag zur schon traditionellen Stadtführung unter Leitung des Stadtarchi-vars Dr. Roland E. Hofer und einem abendlichen Essen am Rheinfalleingefunden.