1998, Heft 4
Literatur der Volkskunde
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Ohne daß ein zusammenfassender Aufsatz nötig wäre, bietet dieser Bandtatsächlich so etwas wie eine Standortbestimmung dessen, was wir derzeitunter Volkskunst und Gestaltungskunst populärer Ästhetik verstehen underforschen. Die Fragen an die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft desPhänomens sind ebenso differenziert wie vielfältig und dennoch vielleichtunter ein generelles Fragezeichen zu stellen, das bei allen diesen Beiträgenproduktiv mitschwingt und auch beantwortet wird: Wem nützt Volkskunst?
Brigitte Bönisch- Brednich
GERNDT, Helge: Studienskript Volkskunde. Eine Handreichung für Stu-dierende. Dritte, aktualisierte und um ein Nachwort erweiterte Auflage.Münchner Beiträge zur Volkskunde, Bd. 20(= Münchner Universitätsschrif-ten; 1. Aufl. München 1990, 2. Aufl. München 1992). Münster/ New York/München/ Berlin, Waxmann, 1997, 199 Seiten, Abb.
Als zwei Jahre nach seinem ersten Erscheinen Helge Gerndts ,, Studien-skript" 1992 in zweiter Auflage abermals vorgelegt wurde, war das Echomindestens ebenso groß, wenn nicht gar noch größer als bei der ersten.Besprechungen von namhaften Rezensenten, darunter aber auch von eini-gen, mit Gerndts Buch angesprochenen Studenten, waren für die erste undnun auch für die zweite Auflage in nahezu allen fachrelevanten Periodikaerschienen( u.a. C. Daxelmüller in BJV 1994 S. 229–230; K. Verebélyi inHessBI 29, 1992, S. 247-248; M. Pelzer in Rhein.- Westf. Zs. f. Vkde. 36,1991, S. 293–295; H. Strobach in Schweizerisches Archiv f. Vkde. 88, 1992,S. 104–105; C. Köhle- Hezinger in ZAA 40, 1992, S. 279–280; R. Inauen inZVkde. 88, 1992, S. 259–261). In der Österreichischen Zeitschrift für Volks-kunde besprach Herbert Nikitsch die Zweitauflage im Heft 94, 1991, S. 299--300. Da in den o.g. Beprechungen Inhalt und Disposition des Buches oftgenug nachgezeichnet worden sind, möchte die Rezensentin an dieser Stelledarauf verzichten, zumal sich am Gesamtkonzept auch in der dritten, erwei-terten Auflage diesbezüglich nichts geändert hat.
Der Tenor der damaligen Besprechungen war durchwegs positiv bisbegeistert, und die Tatsache der nun erfolgten Drittauflage gibt einer Fest-stellung recht, die schon anläßlich der beiden vorherigen Auflagen vonnahezu allen Rezensenten getroffen wurde: es besteht offenbar großer Be-darf seitens der Studierenden nach derlei hilfreichen„ Handreichungen“.Hinter diesem recht harmlosen Understatement- Titel verbirgt sich allerdingsein veritables Handbuch, das zwar ursprünglich wohl wirklich nur als