Jahrgang 
101 (1998) / N.S. 52
Seite
538
Einzelbild herunterladen
 

538

Literatur der Volkskunde

ÖZV LII/ 101

Dörfer, über Palikaren und Diebe, Parodien, obszöne), Volksversammlungenund Streitvermittlung( S. 283 ff.). Besonders umfangreich ist das 16. Kapi-tel ,,, Sagen"( S. 285 ff.), das 42 Legendentexte, sechs über Versteinerungen( ,, marmaromata"), 28 über Toponymica, 42 verschiedenen Inhalts, 19 überNeraiden und einige über Kalikantzaren bringt, ebenso wie das folgendeKapitel über Fabeln und Märchen( S. 354 ff., 34 Märchen, acht Fabeln). Esfolgen weitere Kapitel aus der Folklore: 17. Rätsel und Zungenbrecher( S. 435 ff.), 18. Glückwünsche, Verfluchungen, Drohungen, Ausrufe,Schwüre( S. 446 ff.); Kapitel 20 bringt 62 Schwänke und lustige Geschich-ten, 21. Aberglauben( S. 515 ff. alphabetisch nach Gegenstand und Gelegen-heit aufgelistet). Das letzte Kapitel ist den Kinder- und Männerspielengewidmet( S. 567 ff.). Es folgen Namens-, Sach- und Ortsverzeichnis, sowieein Index der scholars.

Walter Puchner

VARVUNIS, M. G.: Συμβολή στη λαογραφική μελέτη τῶν Πομάκωνκαὶ του παραδοσιακού πολιτισμού της Θράκης[ Beitrag zur volkskund-lichen Erforschung der Pomaken und zur traditionellen Kultur Thrakiens](= Beiheft 2 zum Thrakischen Jahrbuch). Komotini, 1995, 288 Seiten.

Der Band ist herausgegeben vom Bildungsverein Komotini und dem Zen-trum für Thrakische Studien und besteht aus zwei Teilen: 1. der Veröffentli-chung von neun Glossaren volkskundlicher Handschriften, die die Pomaken,muslimische Slawen an den Südabhängen des Rhodopengebirges, betreffen( mit jeweils griechischer Übersetzung; bei vielen Wörtern ist die bulgarischeHerkunft ohne weiteres erkennbar, S. 11-74); 2. eine volkskundliche Biblio-graphie Thrakiens, die griechische Veröffentlichungen( S. 83-253) undfremdsprachige( S. 254-288) umfaßt und insgesamt 2561 Eintragungenaufweist. Damit ist ein wesentlicher Beitrag zu den Lokalbibliographiengriechischer Regionen geleistet, was um so schwerer wiegt, als der thraki-sche Raum zu den am wenigsten beachteten gehört, dabei aber volkskund-lich, auch aufgrund der Polyethnität, von besonderem Interesse ist.

Walter Puchner