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ÖZV LXIII/ 112, 2009, Heft 1
25. Österreichische Volkskundetagung 2007 und Hauptversammlungdes Österreichischen Fachverbandes für Volkskunde
Eine Verkettung von unglücklichen Umständen hat dazu geführt, dassder für die Österreichische Zeitschrift für Volkskunde vorgesehene Be-richt über die 25. Österreichische Volkskundetagung nicht erschienen ist.Da noch 2009 ein in der Buchreihe der Österreichischen Zeitschrift fürVolkskunde in Innsbruck vorbereiteter und sämtliche Referate enthal-tender Sammelband erscheinen soll und überdies ein Heft mit Programmund Abstracts vorliegt, so mag an dieser Stelle ein kurzer Rückblick ge-nügen.
Unter dem Titel» Erb.gut? Kulturelles Erbe in Wissenschaft und Ge-sellschaft<< fand die mehrfach angekündigte Veranstaltung vom 14. – 17.November 2007 in Räumen der Universität Innsbruck statt. Die vomÖsterreichischen Fachverband für Volkskunde( ÖFV) vorbereitete undin Kooperation mit einer Reihe von Institutionen( Verein für Volkskun-de, Österreichische UNESCO- Kommission: Nationalagentur für dasImmaterielle Kulturerbe, Fach Europäische Ethnologie/ Volkskunde desInstituts für Geschichte und Ethnologie der Universität Innsbruck, Tiro-ler Volkskunstmuseum) durchgeführte Jubiläumstagung hatte schon imVorfeld zu einer Überfülle an Vortragsanmeldungen und letztlich erst-mals zur Notwendigkeit geführt, Referate ablehnen und Sektionen( VomNutzen und Nachteil des Erbes, Constructing Heritage, Tourismus,Umgang mit kulturellem Erbe, Wiederkehr der Traditionen, Natur- Kul-tur- Diskurse, Erbfabrik UNESCO) vorsehen zu müssen.
Den jeweils zwei bzw. drei parallel angesetzten Sektionen waren ein-führende Plenarvorträge vorausgegangen, für die als Vortragende Rein-hard Johler( Tübingen), Mike Robinson( Leeds), Verena Winiwarter( Klagenfurt/ Wien/ Graz) und Dieter Kramer( Dörscheid/ Wien) gewon-nen worden waren. Den Eröffnungsvortrag hielt Martin Scharfe( Mar-burg/ Lahn), den Schlussvortag Konrad Köstlin( Wien), den öffentli-chen Abendvortrag im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum KarlheinzTöchterle, Rektor der Universität Innsbruck. Die Tagung war mit weitüber zweihundert Teilnehmenden und gut fünfzig Referierenden aus elfStaaten sowie kultur-, sozial- und auch naturwissenschaftlichen Fachrich-tungen im besten Sinne international und interdisziplinär; sie hatte mitEmpfängen des Landeshauptmanns von Tirol Herwig van Staa und der