Literatur der Volkskunde
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Gertraud Liesenfeld:»... Vieles, was ich gebrauchen konnte<<.Verbleibstudie 1962-2006 des Instituts für
Volkskunde/ Europäische Ethnologie der Universität Wien.
(= Mitteilungen des Instituts für Europäische Ethnologie derUniversität Wien 17). Wien 2007, 61 Seiten, zahlreiche Graphiken.
Was heißt und zu welchem Ende studiert man Europäische Ethnologie?-diese Frage stellt sich nicht nur in selbstreflexiv- kritischem Appell an dieDisziplin, sondern auch im Hinblick auf die individuellen Möglichkeitennach absolviertem Curriculum. Und darum geht es in dieser Broschüre:Sie fokussiert den beruflichen Aspekt und fügt sich so in die Reihe jenerVerbleibstudien, wie sie in den letzten Jahren etwa von den Instituten inBerlin, Würzburg oder München erstellt worden sind. So wurden dieAbsolventinnen und Absolventen des Wiener Instituts für EuropäischeEthnologie( vormals Institut für Volkskunde) ab dem Zeitpunkt seinerGründung( 1962) erhoben die Struktur des Samples von insgesamt 339zugestellten und 172 beantworteten Fragebögen( Rücklauf 51%) wirdeinleitend erläutert und nach den Umständen ihrer beruflichen Kar-riere unter besonderer Berücksichtigung der im Laufe des Studiums er-worbenen Kompetenzen befragt. Zudem waren die in Form eines( imAnhang wiedergegebenen) Fragebogens kontaktierten Gewährspersonenaufgefordert, über die Wahl und den Verlauf ihres Studiums Auskunft zugeben. Ihre Repliken über Studienentscheid, Studiendauer, Erwerbstä-tigkeit oder auch thematische Schwerpunktsetzungen während des Stu-diums sind im Detail und optisch unterstützt durch zahlreiche farbigeTortendiagramme analysiert und wie auch die weiteren Ergebnisse derStudie- dankenswerterweise in einer konzisen Zusammenfassung amEnde der Broschüre( S. 47 ff.) überblicksartig skizziert. Hervorzuhebenist hier vielleicht, dass vier von fünf befragten Personen vor Beginn desStudiums der Volkskunde bzw. Europäischen Ethnologie keine oderdoch nur vage Vorstellungen von diesem Fach und seinen beruflichenMöglichkeiten hatten und dass ein nicht geringer Prozentsatz währenddes Studiums einer Voll- oder Teilzeitbeschäftigung nachgegangen ist( wobei hier, wie auch in anderen Bereichen, die Antworten jeweils nachAlterszugehörigkeit differenziert dargestellt werden). Der Hauptteilder Studie beschäftigt sich mit der beruflichen Laufbahn der befragtenAbsolventinnen und Absolventen des Faches, gefragt wurde etwa nach
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