Jahresbericht des Vereins unddes Österreichischen Museumsfür Volkskunde 2008
Einführung
Die erste Hälfte des Jahres war von größeren logistischen Herausforde-rungen bestimmt, welche die Entwicklungen des vorangegangenen Jah-res im Zusammenhang mit den Außenstellen Ethnographisches MuseumSchloss Kittsee und Klosterapotheke im ehemaligen Ursulinenkloster inder Johannesgasse nach sich zogen.
Im vergangenen Jahresbericht wurden die Gründe für die Schließungdes Ethnographischen Museums und die Auflösung des Trägervereinsausführlich dargelegt( ÖZV, LXII/ 111, 3, 2008, S. 309–310). Nach demAuflösungsbeschluss vom 10. März 2008 erfolgten im Juni die erstenÜbersiedlungstransporte nach Wien. Packen, Kunsttransporte organisie-ren, Leihgaben rückstellen, Platz finden für Objekte, Möbel, Bibliothekund Archiv von über dreißig Jahren, stellten die Mitarbeiterinnen undMitarbeiter, die mit den Sammlungen befasst sind, vor erhebliche Platz-probleme. Nach einer würdigen Abschlussveranstaltung am 27. Septem-ber 2008, an der auch Kolleginnen und Kollegen von befreundeten Mu-seen und Institutionen aus dem Ausland teilgenommen haben, wurde dieSchausammlung geschlossen, in der ersten Oktoberhälfte abgebaut undin die diversen Depots in Wien verbracht. Die Übergabe des Schlossesund des gesamten Areals an die Gemeinde Kittsee erfolgte am 31. Okto-ber 2010. Nach Beendigung der laufenden Geschäfte und ordnungsge-mäßer Abwicklung der Auflösung wurde die Tätigkeit des Vereins mitder entsprechenden Meldung an die Vereinsbehörde am 30. Juni 2009beendet.
Auch die Klosterapotheke musste im Mai 2008 geräumt werden. ImJahr davor hatte es zunächst wiederholt Gespräche mit der Universitätfür Musik und darstellende Kunst als Hauptnutzer und der Bundesim-mobiliengesellschaft als Eigentümervertreterin des Gebäudekomplexesgegeben. Zunächst gingen alle Partner davon aus, dass die Räumung