498 Österreichische Zeitschrift für Volkskunde
LXIII/ 112, 2009, Heft 4
Den Abschluss des zweiten Vortragstages bildete die Generalver-sammlung des Österreichischen Museumsbundes sowie die Verleihungdes Österreichischen Museumsgütesiegel im Lentos Kunstmuseum. Sie-ben Museen erhielten 2009 erstmals das Museumsgütesiegel verliehen,96 Museen wurde das Museumsgütesiegel für weitere fünf Jahre zuer-kannt.
Im Anschluss an den Österreichischen Museumstag wurde der8. Oberösterreichische Museumstag abgehalten, weshalb erst am Tag da-nach die üblichen Museumsexkursionen statt fanden. Abschließend lässtsich feststellen, dass die Vorträge wie jedes Jahr einmal mehr, einmal we-niger das Tagungsthema trafen, die meisten bemühten sich jedoch, dieseszumindest zu streifen. Als beruflich- soziales Zusammentreffen ist derÖsterreichische Museumstag jedoch eine, oder gar die wichtigste Ver-anstaltung für die österreichischen Museen und Sammlungen und damitwenn nicht identitätsstiftend, so zumindest sehr gemeinschaftsförderndfür diese.
Veronika Plöckinger- Walenta
Mobilitäten. Europa in Bewegung als
Herausforderung kulturanalytischer Forschung
37. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskundein Freiburg im Breisgau, 27.- 30. September 2009
Grenzen verschieben sich, Menschen sind ebenso wie Güter und Ide-en mobil, wollen es sein oder müssen es. Raumbezüge und Raumwahr-nehmungen ändern sich, der Wandel bestimmt Politiken, Gesellschaf-ten und Alltagspraxen. Die Herausforderung einer Beschäftigung mitdiesen massiven Veränderungen durch Mobilitäten nahmen Ende Sep-tember mehr als 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an,die meist aus Deutschland, aber auch aus anderen europäischen Staatenund manche sogar aus Übersee nach Freiburg im Breisgau, der Stadt imDreiländereck, gekommen sind. Organisiert von Prof. Dr. Max Matter( Freiburg) und den MitarbeiterInnen des Instituts für Volkskunde, fandin den Räumen der Albert- Ludwigs- Universität der 37. Kongress derDeutschen Gesellschaft für Volkskunde statt. Vier Tage lang boten eineVielzahl von Plenarvorträgen, Sektionen und Panels Blicke auf die volks-