514 Österreichische Zeitschrift fur Volkskunde
LXIII/ 112, 2009, Heft 4
Mit der Selbstverortung Studierender im Wissenschaftsbetrieb, derWissensgenerierung und der Wissensvermittlung beschäftigte sich dervon Elisabeth Wackerle und Martin Steidl vorbereitete Workshop>> Stu-dentische Gestaltungskraft«<. Die Gruppe setzte sich mit Zäsuren desFachs, etwa mit Falkenstein oder den- sehr dürftigen- Vereinbarungenzum Bologna- Prozess, auseinander und fragte, wie sich eine studentischeWissenschaftsgemeinschaft gemeinschaftlich organisieren und einbrin-
gen könne.
In einem weiteren Workshop wurde die redaktionelle Arbeit für dieerste Ausgabe zur studentischen Zeitschrift» Fensterplatz«< fortgeführtund fertig gestellt. Außerdem wurde über das Thema der nächsten Aus-gabe und den Call for Papers hierzu diskutiert.
Neben der fachlichen Arbeit kam jedoch auch der informelle Aspektnicht zu kurz. Die Eröffnungsveranstaltung im Volkskunstmuseum,die gemeinsam verbrachten Abende und das Abschlussfest im Kultur-gasthaus Bierstindl boten reichlich Raum für Kontakte und persönlichesKennenlernen.
Was bleibt von der Tagung? Lebendige Eindrücke, reichlich Erfah-rung, vielleicht auch harte Fakten, schwarz auf weiß. Denn die Work-shops sollen in einer eigenständigen Publikation als Prozesse der Wis-sensgenerierung, abseits des Denkens in Erfolgen, beschrieben werden.Und was bleibt noch? Die Vorfreude auf nächstes Jahr, dem Koffer nachJena zu folgen, um dort altbekannte Gesichter und neue Herausforde-rungen zu finden.
Alexandra Bröckl, Stefanie Kießling, Martin Steidl
Bericht über den 25. Österreichischen Historikertagvom 15. bis 19. September 2008 in St. Pölten
Der nunmehr in dreijährigem Rhythmus veranstaltete ÖsterreichischeHistorikertag ist in die Jahre gekommen. Diese Feststellung bezieht sichzunächst auf die erfreuliche Tatsache, dass in St. Pölten seit 1945 be-reits die 25. Tagung des Verbandes Österreichischer Historiker und Ge-schichtsvereine stattfand. Also eine Jubiläumstagung, die Anlass zu einerStandortbestimmung hätte geben können. Davon war allerdings nichtszu bemerken. Das einstige solidarische Interesse der Historikerzunft an