Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde10 (1904) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde

  
Jahrgang 
10 (1904) / Zeitschrift für österreichische Volkskunde
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124 Mittheilungen aus dem Verein und dem Museum für österreichische Volkskunde.

fahren, ist so ein Glockzuig aber um viel Geld nit zu kriegen", versicherte mir meinGewährsmann Urban Weichbold, der mir unter Anderem zu einem Glockzuig verhalf, denich dem Verein für österreichische Volkskunde als Musealgegenstand überliess.

a) Verein.

1. Jahresversammlung am 20. April 1904. Unter dem Vorsitze des erstenHerrn Vicepräsidenten Hofrath Jagić, der in Stellvertretung des verhinderten Herrn Prä-sidenten Seiner Erlaucht Graf J. Harrach der zahlreich besuchten Versammlung präsidirte,fand am 20. April die diesjährige Jahresversammlung statt. Der Jahresbericht desPräsidenten sowie der Museumsbericht pro 1903, erstattet von Dr. M. Haberlandt, wurdeneinhellig genehmigt. Ebenso der vom provisorischen Cassier Dr. M. Haberlandt vorge-tragene, vom Rechnungsführer Herrn Julius Thirring zusammengestellte und von denHerren Rechnungsrevisoren Stadtpfarrer J. Schindler und Prof. Dr. Franz Kratochwilgeprüfte Cassaabschluss pro 1903. An der Hand sehr interessanter und reizvoller Licht-bilder, zu deren Vorführung die Firma Lenoir& Forster mit dankenswerther Bereit-willigkeit ein Skioptikon zur Verfügung gestellt hatte, besprach hierauf Herr Universitäts-professor Dr. Moriz Hoernes das Passionsspiel von Brixlegg, dessen Darstellung er imHerbst 1903 beigewohnt hatte, wofür das Auditorium seinen Dank in einmüthigemlebhaften Beifall kundgab. Zum Schluss erläuterte Dr. M. Haberlandt eine grössere Zahlvon Lichtbildern mit Volkstypen Glossar ::: zum Glossareintrag  Volkstypen, Trachten, Hausbauformen, Volksspielen u. s. w., ver-schiedener österreichischer Völkerschaften, deren Diapositive sich im Besitze des Museumsfür österreichische Volkskunde befinden.

2. Subventionen sind eingelaufen: Vom hohen k. k. Ministerium für Cultus undUnterricht 7000 Kronen, von der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien( pro 1903)1200 Kronen, von der Wiener Handels- und Gewerbekammer 800 Kronen, als SpendeSeiner kaiserlichen Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Ludwig Victor100 Kronen.

3. Mitgliederstand: Von den Mitgliedern haben wir seit 1903 durch den Todverloren Abt Arsenius Aidyn, Regierungsrath Dr. F. Grassauer, königlichen Rath FelixKarrer, Museumsverwalter Fr. X. Grössl, Prof. Simon Rutar in Laibach, Ingenieur MorizSchmidt, Regierungsrath Camillo Sitte, Zeitungsherausgeber H. Hitschmann. Wir bewahrenihnen ein ehrendes Andenken.

Neu eingetreten sind 1903/04 die Mitglieder: Lehrer Franz Andress in Dobrzan,Buchhändler F. Deuticke, stud. phil. Jarosl. Čech v. Čechenherz, Zdenko v. Čech, DoctorIvan Franko in Lemberg, Franz Josefs- Museum in Troppau, Dr. Emil Goldmann, Re-gierungsrath Carl Jauker in Graz, Josef Kubelka, Photographische Anstalt Löwy, DoctorEd. Langer in Braunau, Redacteur J. August Lux, Dr. Reich Edler v. Rohrwig, Schrift-steller Benjamin Segel in Charlottenburg, Josef Sztranyák, Dr. Carl Toldt, Förster AdolfTollich in Pohorsch, Schulrath R. Dürnwirth in Klagenfurt, Lebrer Wilhelm Tschinkel inMorobitz.

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4. Seine k. u. k. Apostolische Majestät der Kaiser hat geruht, den IX. Band der Zeitschrift für österreichische Volkskunde, wie die vorigen Jahrgänge, der AllergnädigstenAnnahme für die Allerhöchste Familienfideicommiss- Bibliothek zu würdigen.

5. Der Schriftentausch wurde ausgedehnt auf die nachfolgenden Vereine undAnstalten:

Zeitschrift für Egerländer Volkskunde.Museumsgesellschaft in Walachisch- Meseritsch.Bund der Deutschen Nordmährens.

Gewerbeschulcommission in Wien.

Polska sztuka stosowana in Krakau.

Verein für rheinische und westphälische Volkskunde.Deutscher Volkslied verein. in Wien.