Jahrgang 
104 (2001) / N.S. 55
Seite
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Chronik der Volkskunde

ÖZV LV/ 104

Ärgerlich zu sehen war es für den Berichterstatter, daß von den Mit-gliedern der drei Studienkommissionen in Österreich niemand in Tübin-gen vertreten war- ein Desinteresse, das wir uns nicht leisten sollten.Konrad Köstlin

Anmerkung

1 Hier hat sich das Wiener Ministerium bei der eben in Österreich diskutiertenReform des Dienstrechts für die( autonomen?) Universitäten die Texte derDeutschen aus dem Internet gefischt, von den( unterschiedlichen) Voraussetzun-gen her nicht recht verstanden, dann für Österreich umgeschrieben.

2. Kittseer Herbstgespräche

,, Forschungsfeld Familienfotografie:

Beiträge der Volkskunde/ Europäischen Ethnologie zu einempopulären Bildmedium"

Am 20. und 21. Oktober 2000 fand zum zweiten Mal ein Kolloquiumanlässlich der Jahresausstellung im Ethnographischen Museum SchlossKittsee( ,, familien FOTOfamilie) statt. Es fanden sich Teilnehmer/ innen ausinsgesamt acht Ländern ein. Fachfrauen und-männer waren eingeladen, überden jeweiligen Forschungsstand in ihrem Land oder ein spezielles For-schungsprojekt zu berichten. Nach einer allgemeinen Vorstellungsrundestellte Susanne Breuss( Wien) ,, einige Überlegungen zur Einführung zumThema Fotografie und Volkskunde/ Europäische Ethnologie vor. Diese The-menstellung sei in Österreich relativ jung und wissenschaftlich noch nicht,, ausgereizt. Veronika Plöckinger vertrat Hana Dvořáková mit ihrem Be-richt über den ,, Ursprung einer der ältesten ethnographischen Foto- undFilmsammlungen der Tschechischen Republik" am Mährischen Landesmu-seum in Brünn. Die Entstehungsgeschichte weist viele Berührungspunktemit dem Österreichischen Museum für Volkskunde und ähnlichen Institutio-nen auf. Als Beispiel für die Brünner Fotosammlung ging sie näher auf denFotografen und Sammler Josef Braun aus Uherské Hradište ein, der 64Glasnegative mit alltagskulturellen Aufnahmen hinterließ. Nach einer aus-führlichen Führung durch die Ausstellung, familien FOTOfamilie von Su-sanne Breuss fuhren die Teilnehmer/ innen gemeinsam nach Bratislava, wosie das neue Institut für Ethnologie der Slowakischen Akademie der Wissen-schaften unter der Leitung von Dr. Gabriela Kiliánová besuchten.

Den nächsten Tag eröffnete Paul Hugger( Zürich) mit ,, Bemerkungen zurwissenschaftlichen Fotoszene in der Schweiz", wo seiner Meinung nach