1999, Heft 4
Literatur der Volkskunde
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Lozica, Dunja Rihtman- Auguštin und Aleksandra Muraj. Es folgt eineweitere Bibliographie, auch von Anamarija Starčević- Štambuk, über allePublikationen der Institutsmitarbeiter im Zeitraum von 1994 bis 1998( S. 125-200); die Liste( mit Besprechungen usw.) übersteigt die Zahl von700! Bibliographisch ist auch der nächste Beitrag von Mirena Pavlović überdie im Zeitraum 1994-1998 erstellten Sammelhandschriften, Video- Filmeusw. am Institut( S. 201-254, ebenfalls in alphabetischer Reihenfolge nachMitarbeitern geordnet). Ein letzter Abschnitt ist dem Institutsleben gewid-met: Verschiedene Mitarbeiter schreiben kurze, zum Teil heitere Erfahrungs-berichte über ihre persönlichen Eindrücke und Erlebnisse; den Schluß bildenGedichte, die die Institutsmitarbeiter verfaßt haben. Mit Humor schließendie beiden Jubiläumsbände.
Walter Puchner
PETTAN, Svanibor( Hg.): Music, Politics, and War. Views from Croatia.Zagreb, Institute of Ethnology and Folklore Research, 1998, 215 Seiten+ 1sound disc, 20 Abb., 18 Musiknoten, ISBN 953-602009-2.
Zugleich mit den oben beschriebenen Jubiläumsbänden ist auch einethnomusikologischer Band, herausgegeben von Svanibor Pettan, erschie-nen, der den eben zu Ende gegangenen Bürgerkrieg zum Ausgangspunktnimmt( die offiziellen Friedensfestivitäten 1998 in Vukovar) und auf diepolitische Wirkung der Musik im allgemeinen und speziell in Kroatieneingeht. Dies legt Svanibor Pettan in seinem Einleitungsartikel ,, Music,Politics, and War in Croatia in the 1990s“( S. 9 ff.) dar. Österreichische undtürkische Militärmusik diesseits und jenseits der Militärgrenze untersuchtder Artikel von Koraljka Kos: ,, East and West in Military Music on theOttoman- Habsburg Border“( S. 29 ff.). Stanislav Tuksar unterstreicht denBeitrag der Westslaven an der europäischen Musik des 17. und 18. Jahrhun-derts ,, The Musical Baroque and Western Slavs"( S. 55 ff.). Auf die Revo-lutionsgesänge der Illyrischen Bewegung, die interessanterweise auch in denersten kroatischen Opern auftauchen, geht Zdravko Blažeković ein:„, TheShadow of Politics on North Croatian Music of the Nineteenth Century"( S. 65 ff.). Mit dem kroatischen Kirchengesang und seiner säkularen An-wendung beschäftigt sich Jerko Bezić: ,, Croatian Traditional Ecclesiasticaland Non- Ecclesiastical Religious Songs Sung During Onerous Times"( S. 91 ff.). Auf die Musiktraditionen von Ustaschi und Partisanen im Zwei-ten Weltkrieg geht der Artikel von Naila Ceribašić ein:„, Heritage of theSecond World War in Croatia. Identity Imposed Upon and By Music"