Aufsatz in einer Zeitschrift 
Leibliche Macht : Gewalt und Körper in Jagdsituationen
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Kyra Fuhrmeister-HardtLeibliche Macht: Gewalt undKörper in JagdsituationenDer Beitrag untersucht Macht und Gewalt in jagdlichen Situationenund zielt darauf ab, diese Begriffe auf der Grundlage empirischerAnalysen neu einzuordnen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dassMacht und Gewalt in der Jagd stets körperlich verfasst sind und sichin konkreten materiellen und leiblichen Praktiken manifestieren.Anhand ethnografischen Materials zu Tötungssituationen wirdnachgezeichnet, wie Macht in der Jagd wirkt und situativ ausgehandeltwird. Der Fokus liegt auf der Materialisierung von Macht in Körpern,Werkzeugen, Umwelten und Relationen sowie auf den gewaltsamenMomenten, in denen sich diese Macht verdichtet und sichtbar wird.Es wird dafür plädiert, die Verleiblichung der Akteur:innen in ihreUmwelt gefasst über den ontologischen Begriff des Fleisches nachMaurice Merleau-Ponty als konstitutiven Bestandteil von Macht-und Gewaltverhältnissen in jagdlichen Kontexten mitzudenken.Der analytische Zugriff ist dabei zugleich von einer kritischengeschlechtertheoretischen Perspektive angeleitet, nicht zuletzt, weildie Forschungsakteur:innen Jägerinnen fokussieren und damit diegeschlechtliche Dimension jagdlicher Macht- und Gewaltverhältnisseausdrücklich mitreflektiert wird.EinleitungMan legt die Waffe weg, also wenn man weiß, dass das Stückwirklich gut verendet ist. Ja, es ist wirklich so, dass dannsofort das Jagdfieber kommt. Also wirklich mit Zittern undauf einmal richtig Herzklopfen und irgendwie dann auch dieFreude. Jagdfieber, das kann man ganz schlecht beschreiben,ist irgendwie ein einzigartiges Gefühl. Und ich glaube, diesesGefühl hat man bei anderen Sachen einfach nicht.1