Heft 
129 (2026) 1
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Berichte und Besprechungen143Jahresbericht Verein für Volkskunde undÖsterreichisches Museum für Volkskunde 2025Das Jahr 2025 stand für das Volkskundemuseum Wien weiterhin imZeichen des Umbaus. Während im Gartenpalais Schönborn die Sanie-rung begann, arbeiteten wir im Ausweichquartier am Otto-Wagner-Areal an der Zukunft des Hauses organisatorisch, konzeptionell,digital und inhaltlich.Im Jänner starteten die Bauarbeiten im Gartenpalais Schön-born. Mit der Baubewilligung im April und der Aufstellung des Kransim Juli nahm die Sanierung sichtbar Fahrt auf. Seither prägten Rück-bauarbeiten, neue Durchgänge und der Einbau technischer Infra-struktur das historische Gebäude. Schritt für Schritt entstehen offene,zusammenhängende Räume, die dem Leitprinzip des neuen Museumsfolgen: minimal intern, maximal öffentlich.Parallel dazu bereiteten wir unsere Sammlungen auf dieZukunft vor. Weil das Depot im Hafen Freudenau den heutigenAnforderungen nicht mehr entspricht, starteten wir die Suche nacheiner langfristigen Lösung. Das Sammlungsteam verbessert laufenddie Erschließung, Lagerstruktur und Auffindbarkeit der Bestände. Soschaffen wir die Voraussetzungen für eine künftige Übersiedlung undgewährleisten, dass die Objekte bis dahin zugänglich bleiben.Weniger sichtbar als die Baustelle, aber ebenso prägend, wardie Arbeit an der Neukonzeption. Das kuratorische Team entwickelteden ersten Drei-Jahres-Themenschwerpunkt, mit dem das Museumim Herbst 2027 wiedereröffnen wird. Darauf bauen die Eröffnungs-ausstellungen ebenso auf wie neue Veranstaltungsformate und parti-zipative Arbeitsweisen mit externen Gruppen. Gleichzeitig überarbei-tete das Team das Sammlungskonzept, entwickelte digitale Formateweiter und bereitete den Einsatz KI-gestützter Werkzeuge insbeson-dere für die Sammlungsarbeit vor. Zahlreiche Workshops und Arbeits-klausuren begleiteten diesen Prozess.Auch im Inneren des Hauses ging der Umbau weiter. NeueKolleg:innen verstärken unser Team, Aufgabenbereiche wurdenneu zugeschnitten und mit der Neubesetzung des Museumsbeiratskamen zusätzliche Perspektiven für die weitere Entwicklung desHauses hinzu. Gleichzeitig bereiteten wir die Zertifizierung mit dem