112ÖZV, LXXIX/128, 2025, Heft 2Die Dichotomie zwischen einer physisch-materiellen wieintellektuell-immateriellen Arbeit wurde als simplifizierend entlarvt.An zahlreichen Punkten zeigte sich, dass auch die sogenannte imma-terielle Arbeit materialisiert ist, dass materielle Praktiken mit spezi-fischer Emotionalität einhergehen und dass auch Wissensarbeiter:in -nen neben ihrem intellektuellen ihr leibliches Potential in konkreteHandlungen umsetzen können. Mit einer kaum kategorial haltbarenTrennung zwischen(Arbeits-)Körper und Leib bleibt die Frage offen,auf welcher Ebene das„Regime des verkörperten Kapitalismus“7angreift, wie tief sich Gefühlsnormen und ökonomische Imperativein Subjekte einschreiben. Der von Barbara Duden eingangs konsta-tierte Verlust eines„Wirklichen“ fand in der qualitativen Erforschungverschiedener Arbeitsrealitäten auf der Tagung keine Entsprechung.Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass der„Somatophobie desAnsatzes des kognitiven Kapitalismus“8auf der Tagung facettenreichearbeitskulturelle Analysen entgegengesetzt wurden. Eine Publikationder Beiträge in der ReiheArbeit und Alltagist vorgesehen.jana paulina lobeBERICHT ZURJahrestagung des Deutschen Museumsbunds 2025Museen stärken Demokratie, Chemnitz, 4.–7. Mai 2025Die Kulturhauptstadt Chemnitz war für den Museumsbund imJahr 2025 Partner und Tagungsort für die größte Museumskonfe-renz Deutschlands, heuer mit dem TitelMuseen stärken Demokratie.Thematisch ging es unter anderem um Aufgaben und Grenzen vonMuseen in demokratischen Gesellschaften, um politische Einfluss -nahme, Transformations- und Demokratisierungsprozesse, rechtlicheRahmenbedingungen, Rüstzeug für Museen und letztendlich Visio-nen für eine Stärkung der Demokratie.7Ebd.8Ebd.