Heft 
128 (2025) 2
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142ÖZV, LXXIX/128, 2025, Heft 2REZENSION VONAnja Schöne u. Peter Knüvener(Hg.): FastentücherNeue Forschungen. Münster, New York: Waxmann 2025,450 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen.Der Sammelband rund um den neuesten Forschungsstand von Fasten-tüchern und deren katholische Praktik der Verhüllung des Altarraumsin Kirchen vor Ostern entstand aus zwei Tagungen, die das MuseumRELíGIO in Telgte und die Städtischen Museen Zittau 2022 und2023 abgehalten hatten. Anlass dieser Tagungen waren die Jubiläenzweier bedeutender Fastentücher: des Hungertuchs aus Telgte unddes großen Fastentuchs aus Zittau.Jubiläen vermitteln Linearität, so auch dieser Sammelband,der nicht nur eine große geografische Brücke zwischen Telgte undZittau schlägt, wie die Herausgeber*innen, die RELíGIO-Muse-umsleiterin Anja Schöne und der Direktor der Städtischen MuseenZittau Peter Knüvener, im Vorwort betonen(S. 17), sondern auchtheologische, kunstgeschichtliche, historische und kulturwissen-schaftliche Zugänge verbindet. Nicht nur räumlich und disziplinärwerden Linien geschlagen, sondern es wird auch auf eine zeitlicheKontinuität der Forschung verwiesen: Vergangenes wird aufgezeigtund aus dem gegenwärtigen Forschungsstand eine mögliche Zukunftder Fastentuchforschung entworfen, um so die Bedeutung des Gegen-standes in der derzeitigen Forschungslandschaft zu festigen.In seinem Beitrag schreibt Dominik Meiering:Überallbegegnet man Verhüllungen. Jeder Tag ist voll mit unzähligen Verhül-lungen(S. 368): Die Verpackung verschiebt die Perspektive auf dasVerhüllte, macht neugierig, bestätigt Erwartungen oder durchkreuztdiese. DieVerhüllung des vorliegenden Sammelbandes, nämlich dasBuchcover, zeigt das Telgter und das Zittauer Fastentuch. Das Buchselbst ist umfangreich und daher auch schwer. Immerhin umfasst es26 Beiträge rund um Fastentücher verschiedener Zeiten und Weltge-genden. Gerade angesichts der Interdisziplinarität des Bandes wäreein Autor*innenverzeichnis hilfreich gewesen, um die Beiträge besserin der Forschungslandschaft verorten zu können dieses fehlt leider.Ein Blick auf die ersten Seiten macht die Vielzahl der För-dergeber*innen und Sponsor*innen deutlich. Die Grußworte, etwa